Eine Ära geht zu Ende. SNOWBOARD / Felix Stadler tritt als Chefcoach des ÖSV-Parallel-Teams zurück und übergibt das Zepter an Tom Weninger.

Erstellt am 30. August 2011 (08:03)

VON ARMIN GRASBERGER

Fünf Mal Gold, vier Mal Silber und drei Mal Bronze bei Weltmeisterschaften. Dazu Silber und Bronze bei den Olympischen Spielen in Vancouver 2010 - wenn sich jemand die Bezeichnung „Medaillenschmied“ verdient hat, dann wohl der Lunzer Felix Stadler. Er war als Chefcoach hauptverantwortlich für den Höhenflug, den das ÖSV-Parallel-Weltcupteam in den vergangenen Jahren hingelegt hat. Und nun tritt er zurück.

Der Lunzer baute ein Team auf, das in der absoluten Weltspitze mitfuhr. In seiner Zeit als ÖSV-Headcoach konnte er sich über sechs große Kristallkugeln für den Gesamtweltcupsieg freuen. Doresia Krings (2007), Doris Günther (2009), Benjamin Karl (2008, 2010, 2011) und Sigi Grabner (2009) waren die Triumphatoren. Zusätzlich holten Stadlers Schützlinge fünf kleine Kugeln.

Gesamt-Weltcupsiege hatten  besonderen Stellenwert

Stadler bleibt dem Snowboardzirkus allerdings erhalten. Er kümmert sich ab der kommenden Saison als Privattrainer um die Karriere der Japanerin Tomoka Takeuchi. Auf seine erfolgreiche Zeit beim ÖSV blickt der Lunzer gerne zurück. Bei dieser Bilanz völlig zurecht.

„Ich habe meinen Job stets so gesehen, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Aktiven bei den Rennen das Optimum herausholen können. Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen“, so Stadler. „Über den Gewinn von Weltcup-Gesamtwertungen habe ich mich besonders gefreut. Denn das hat gezeigt, dass die Athleten eine ganze Saison hindurch ihre Leistung gebracht haben.“

Seine Agenden übernimmt ab sofort Tom Weninger. „Ich möchte mich bei Felix Stadler bedanken, der tolle Arbeit geleistet und ein Team geformt hat, das im Weltcup sowie bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen zum Erfolgsgaranten geworden ist“, so Weninger.

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