Aufatmen in gesamter Region: Ötscherlifte sind gerettet

Die Rettung des Skigebiets Lackenhof ist beschlossen. Vereine und Funktionäre rund um den Ötscher jubeln über Kehrtwende.

Erstellt am 08. Dezember 2021 | 02:56
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„Für uns war es ein Schock“, lässt Elfriede Esletzbichler, Obfrau des SK Lackenhof, die Achterbahnfahrt der jüngsten Tage Revue passieren. Zuerst die Ankündigung, dass die Ötscherlifte für immer schließen. Am Freitag dann die Kehrtwende: Das Land Niederösterreich übernimmt den Betrieb des Skigebiets, das mit jenem des Hochkars fusioniert wird. „Gott sei Dank“, klatscht Esletzbichler in die Hände. „Die Veranstaltungen sind jetzt alle gesichert und gerade auch im Trainings-, Nachwuchs- und Schülerbereich sind alle sehr erleichtert.“

„Ich bin natürlich froh, dass das Gebiet gerettet worden ist und nun weiter als Veranstaltungsort zur Verfügung steht.“ Gerlinde Metzinger, LSV-Geschäftsführerin und Obfrau Skibezirk West

Über 20 Rennveranstaltungen werden auf Distelpiste und Co. pro Saison von den Vereinen des NÖ Landesskiverbandes (LSV) abgehalten. Am 28. Februar und 1. März stehen wieder FIS-Rennen am Programm. Daneben kommen auch Wiener und Oberösterreichische Vereine, um Rennen auszurichten. Insofern zeigt sich auch Gerlinde Metzinger, LSV-Geschäftsführerin und Obfrau Skibezirk West, erleichtert: „Ich bin natürlich froh, dass das Gebiet gerettet worden ist und nun weiter als Veranstaltungsort zur Verfügung steht.“

„Der SK Lackenhof, die Vereine der Region, unsere verschiedenen Kader, die beiden Leistungszentren und hoffentlich viele Kids werden mit Freude das Training, den Rennbetrieb und den Skisport auf der Distelpiste und am Ötscher wieder aufnehmen.“ Wolfgang Labenbacher, LSV-Präsident

Dem schließt sich LSV-Präsident Wolfgang Labenbacher an: „Der SK Lackenhof, die Vereine der Region, unsere verschiedenen Kader, die beiden Leistungszentren und hoffentlich viele Kids werden mit Freude das Training, den Rennbetrieb und den Skisport auf der Distelpiste und am Ötscher wieder aufnehmen.“ Begrüßt wird die Rettung auch beim SC Göstling-Hochkar.

„Es war natürlich alles sehr überraschend. Ich glaube, dass es eine gute Lösung ist, weil sich beide Skigebiete ergänzen. Das Hochkar braucht Lackenhof bei Schlechtwetter und Lackenhof braucht das Hochkar, wenn es wenig Schnee gibt“, sagt Obmann Robert Fahrnberger. Wäre nur das Hochkar übrig geblieben, hätte man den Zulauf nicht stemmen können.

„Es war natürlich alles sehr überraschend. Ich glaube, dass es eine gute Lösung ist, weil sich beide Skigebiete ergänzen. “ Robert Fahrnberger

„Gerade für den Rennbetrieb sind Hochkar und Lackenhof für Mostviertler Skirennen ganz, ganz wichtig. Würde ein Skigebiet wegfallen, würden wir das ohne Ausbau nicht packen“, fährt Fahrnberger fort, der gleichzeitig aber fordert, dass auch am Hochkar Geld investiert wird: „Wir hätten natürlich vorgehabt, am Hochkar einiges auszubauen für mehr Trainingsmöglichkeiten und Rennen. Jetzt ist vielleicht zu befürchten, dass das hintangestellt wird, weil viel Geld nach Lackenhof fließt. Im Endeffekt gehören beide Skigebiete ausgebaut.“