Höher, schneller, weiter: Erfolg für Leichtathleten . Georg Stamminger, Dominik Distelberger und Katharina Götschl eroberten in Wien jeweils einen Titel. Stamminger sorgte sogar für neue Jahresbestleistung.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 16. Januar 2018 (02:00)
Glanzleistung. Georg Stamminger entschied den Kugelstoßbewerb mit einer Weite von 15,29 Metern für sich.
privat/Mittendorfer

Das Leben ist kein Wunschkonzert. Wissen wir. Hätte sich Georg Stamminger im Vorfeld der niederösterreichischen Hallen-Landesmeisterschaften aber einen perfekten Verlauf wünschen dürfen, die Realität wäre im Endeffekt sehr nahe an diese Idealvorstellung herangekommen. Der Athlet der Union Volksbank Purgstall startete mit einer Glanzleistung in die neue Hallensaison und krönte sich zum Landesmeister im Kugelstoß. Mit österreichischer Jahresbestleistung.

Im Wiener Dusika-Stadion kam es zum erwarteten Duell mit dem Schwechater Gerhard Zillner. Stamminger eröffnete das Duell und legte solide 14,80 Meter vor. Zillner konterte: 14,90 Meter. Im vierten Versuch gelang dem Purgstaller dann „ein Superstoß“, wie Betreuer Walter Mittendorfer erzählt. Stamminger wuchtete die Kugel auf 15,29 Meter. Sein Kontrahent sorgte im letzten Versuch mit 15,22 Metern zwar nochmals für Spannung. Das war an diesem Tag aber zu wenig. Der Titel ging ins Erlauftal.

Landesmeistertitel trotz Blutvergiftung

Schneller als der Rest. Katharina Götschl unterbot ihre bisherige Hallenbestzeit deutlich und holte Gold.
privat/Temper

Für eine weitere Goldmedaille sorgte Spitzenathlet Dominik Distelberger, Stammingers Vereinskollege bei der Union Purgstall. „Dominik holte sich einige Tage vor dem Wettkampf eine Blutvergiftung“, schildert Mittendorfer. „Er wollte aber unbedingt starten.“ Stabhoch- und Hochsprung standen am Programm.

Trotz der gesundheitlichen Schwächung und Anpassungsschwierigkeiten an die neuen Fünf-Meter-Sprungstäbe reichte es für den Hochriesser zum Landesmeistertitel. 4,60 Meter waren dafür ausreichend.

Im Hochsprung sicherte sich Distelberger mit 1,85 Metern außerdem noch Silber.

Ebenfalls eine Bombenperformance lieferte Katharina Götschl. Die 15-jährige Oberndorferin von der USKO Melk läuft seit längerer Zeit in der österreichischen Spitze mit. In Wien brillierte sie über 3.000 Meter. Sie überquerte die Ziellinie nach 11:40 Minuten, hatte sechs Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte und krönte sich überlegen zur U18-Landesmeisterin. „Die Luft in der Halle macht vielen Langstreckenläufern zu schaffen“, erklärt Betreuer Herbert Temper. „Katharina konnte dennoch ihre Indoor-Bestzeit klar unterbieten.“