Lissabon statt Baku für Katharina Götschl. Nichts wurde es mit dem Startplatz bei Jugend-Olympia für Katharina Götschl. Stattdessen gibt‘s ein Ticket für die Crosslauf-EM.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 09. Juli 2019 (01:00)
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Lohn für die Mühen. Statt Jugend-Olympia in Aserbaidschan nimmt Katharina Götschl (Mitte) die Crosslauf-EM in Portugal ins Visier.

Mit überragenden Leistungen kämpfte sich Katharina Götschl zuletzt in die Nähe eines Tickets für das Europäische Olympische Jugendfestival (EYOF) in Baku/Aserbaidschan. Die zwölf besten Athleten des Landes würden eine Einladung vom ÖOC erhalten. Die junge Oberndorferin brillierte bei den offenen steirischen Landesmeisterschaften über 2.000 Meter Hindernis und belegte in der ausschlaggebenden, österreichweiten Liste Platz elf. Der Startplatz war in Reichweite.

„Das Bangen nahm aber vorzeitig ein jähes Ende“, erzählt der Obmann von Götschls Verein, Herbert Temper. „Der ÖLV musste Ende März eine sogenannte Longlist mit potenziellen Kandidaten an die Veranstalter in Aserbaidschan überweisen. Darauf war Katharina aber nicht zu finden.“ Der ÖLV und das ÖOC intervenierten daraufhin beim Organisationskomitee. „Leider ohne Erfolg“, wie Temper weiter schilderte. „Der ÖLV musste bis Ende März 32 Athleten vornominieren. Katharina hatte bis dahin aber keine annähernd gute Hinderniszeit vorzuweisen.“ Schlussendlich rutschte Götschl dann noch aus den Top Zwölf der Rangliste. Mit einer Teilnahme hätte es also so und so nicht geklappt.

Aber: Es gab trotzdem ein Happy End. Aufgrund ihrer zuletzt starken Hinderniszeiten — immerhin 13 Sekunden unter dem EM-Limit — hat der ÖLV die 18-Jährige für die Crosslauf-EM nominiert.

Die steigt am 8. Dezember in Lissabon. Die Athletin des USKO Melk „muss dort zwar in der U20 starten“, wie Temper erklärt. „Sie wird so aber wertvolle Erfahrungen sammeln und wahrscheinlich Teil eines U20-Mädchenteams sein.“