Christian Steinhammer: Sensation glitzert in Bronze. Christian Steinhammer gewann im Team die insgesamt elfte Medaille für Österreich bei einer Europameisterschaft.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 14. August 2018 (05:00)
Veredelt. Lemawork Ketema, Christian Steinhammer und Peter Herzog holten zum elften Mal Edelmetall für Österreich bei einer Freiluft-Europameisterschaft. Bei der EM in Berlin war es die zweite Medaille nach der Bronzenen für Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger.
AFP, John MacDougall

Österreichs Ausdauersportler sorgten bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin für eine Überraschung. Das Trio Lemawork Ketema, Peter Herzog und Christian Steinhammer sicherten sich als Mannschaft die Bronzemedaille hinter den Teams aus Italien und Spanien.

Den Grundstock lieferten Lemawork Ketema und Peter Herzog, die mit ihren Zeiten ihre persönlichen Bestzeiten überboten (2:13,22 Stunden und 2:15,29 Stunden) und die Ränge acht und zehn belegten. Der 29-jährige Christian Steinhammer benötigte für den dritten Rang im Team eine Zeit von rund 2:23 Stunden. Und der gebürtige St. Georgener unterbot die Zeit eindrucksvoll. Vor allem auf den Schlusskilometern drückte Steinhammer nochmals auf das Tempo und war nach 2:20:40 Stunden im Ziel. Dabei legte er das Rennen konservativ an. „Sodass mir am Ende nicht die Kraft ausgeht“, sagte Steinhammer. Eine gute Taktik, denn Valentin Pfeil musste nach drei Vierteln des Rennens aufgeben.

Wichtig für das eigene Selbstvertrauen

„Ich habe dann gesehen, Valentin steigt aus, dann wusste ich, ich muss Durchkommen. Sonst hätte ich die Leistungen der anderen zunichtegemacht. Platz drei ist sensationell, das hätten wir uns nicht erträumt“, freute sich Christian Steinhammer im Ziel. In der Einzelwertung kam er auf den 41. Rang. Dabei hatte Steinhammer Glück. Der Athlet des ULC Mödling hatte eigentlich das Limit von unter 2:17 Stunden nicht erreicht, wurde aber aufgrund seiner Leistung beim Frankfurt-Marathon (2:17:45) als vierter Läufer für die Europameisterschaft in Berlin mitgenommen.

Auch in den vergangenen Monaten hatte Steinhammer mit dem Ausscheiden beim Wien-Marathon zu kämpfen. „Meine Saison war nicht so leicht. Der Wien-Marathon war mein Höhepunkt und dann der Tiefpunkt. Für mein Selbstvertrauen ist es ganz wichtig, dass ich bei diesem Marathon gefinisht habe“, erklärte Steinhammer und fügte abschließend hinzu: „Ich bin einfach nur happy.“ Den Einzelsieg holte sich der Belgier Koen Naert (2:09:51 Stunden).