Dominik Distelberger: Vernunft als Sieger. Dominik Distelberger beendete den Zehnkampf nach neun Bewerben. Schmerzen in der Achillessehne waren zu stark.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 14. August 2018 (04:00)
Vor dem Olympia-Stadion in Berlin. Gabi und Hans Kerndler (v. l.), Eltern Josef und Ulli (r.) Distelberger sowie Union-Obmann Walter Mittendorfer (2. v. r.) unterstützten Dominik Distelberger (3. v. r.) bei der Europameisterschaft in Berlin.
Raimund Bauer

Neun Bewerbe hatte Dominik Distelberger beim Zehnkampf in Berlin schon hinter sich. Vor dem abschließenden 1.500 Meter-Lauf folgte die Entscheidung zum Abbruch. „Es hat mir wirklich extrem getaugt hier. Es ist eine saucoole Atmosphäre und das Stadion wirklich geil. Normalerweise haue ich nicht hin, aber das war jetzt einfach vernünftig und sinnvoll. Ich hätte nicht mehr garantieren können, dass ich noch laufe, ohne zu riskieren, mich zu verletzen.“

Wieder einmal machte die Achillessehne Probleme. Bereits bei der Europameisterschaft 2014 in Zürich zwickte diese. Damals bestritt er alle Bewerbe und kam auf Rang zwölf. Dabei zog er sich einen Achillessehnenlängseinriss zu. „Das brauche ich jetzt wirklich nicht mehr“, ergänzte Distelberger.

In Berlin belegte er vor dem letzten Bewerb den 14. Rang. Aufgrund der lediglich sechs Wochen Vorbereitungszeit ein für Distelberger achtbares Ergebnis. „Die Leistungen waren teilweise gut. Aber natürlich will ich mehr“, sagte der 28-Jährige.

Für den Leichtathleten war es der erste Zehnkampf nach der Weltmeisterschaft 2017 in London. Nach einer guten Hallen-Saison mit dem achten WM-Rang im Siebenkampf machte sich die Achillessehne wieder bemerkbar. Mit der Europameisterschaft in Berlin ist gleichzeitig auch die Saison zu Ende. Die Hoffnung liegt nun auf einer schnellen Heilung der Entzündung. Im nächsten Jahr steht dann die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Doha auf dem Programm.