Bergrallye: Gemischte Gefühle bei Karl Schagerl. Karl Schagerl dominierte zwar den Auftakt zur neuen Bergrallye-Staatsmeisterschaft, fabrizierte aber auch einen Crash.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 01. Mai 2018 (03:00)
Jürgen Nagl/Hillclimb Fans

„Am Ende waren wir doch froh, dass bei diesem Highspeed-Abflug nichts Schlimmeres passiert ist“, gab Claudia Schagerl zu Protokoll. Wenige Minuten zuvor hatte ihr Mann, das Bergrallye-Ass Karl Schagerl, mit großem fahrerischen Geschick ein Unglück verhindert.

In Zeitnehmung gekracht

Der Purgstaller verlor im 2. Rennlauf zum Staatsmeisterschaftsauftakt am Rechberg im Zielbereich die Kontrolle über seinen Boliden und krachte in die Zeitnehmung. Ihm wurde Ölbindemittel auf der Strecke zum Verhängnis. „Er flog bei hoher Geschwindigkeit über eine Wiese ab. Sein Auto wurde dabei doch erheblich in Mitleidenschaft gezogen“, schilderte Claudia Schagerl weiter. „Zum Glück konnte Karl aber Schlimmeres verhindern.“

Wenig zuvor hatte der Purgstaller seinen VW Golf Rallye TSFI-R zu einem neuen Streckenrekord pilotiert. Den alten hatte er selbst aufgestellt. Mit einer Zeit von 2:07,1 Sekunden war Schagerl in eine neue Liga für E1-Tourenwagenboliden vorgedrungen.

Die zigtausend Besucher, die bei frühsommerlichen Temperaturen an die knapp fünf Kilometer lange Strecke gepilgert waren, waren zu Recht aus dem Häuschen. Ein zunächst perfekt verlaufenes Rennwochenende mit einer großen Schrecksekunde am Ende.

Aufgrund dieser und der doch gehörigen Schäden am VW Golf Rallye TSFI-R verließ das Schagerl-Racing-Team den Rechberg mit „gemischten Gefühlen“.