Karl Schagerl: Das Werkl läuft, die Rekorde fallen. Zuletzt setzten Karl Schagerl immer wieder Probleme technischer Natur zu. Die scheinen nun endlich behoben zu sein.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 29. August 2017 (03:00)
privat/Schagerl
Fachleute. Das Schagerl-Motorsportteam hat den VW Golf Rallye TSFI-R von Karl Schagerl nach einigen Problemen in der jüngeren Vergangenheit wieder perfekt eingestellt.

Wenn irgendetwas nicht so läuft, wie gewünscht, dann führt kein Weg daran vorbei, so lang am Problem herumzubasteln, bis wieder alles passt. Deshalb machte sich Karl Schagerl auf zum Bergrennen in Lucine/Slowenien. Die österreichische Bergstaatsmeisterschaft machte nämlich Pause, und die nutzten der Purgstaller und sein Team, um den Boliden wieder konkurrenzfähig zu schrauben.

Das dürfte ihnen gelungen sein. Und wie! Schagerl bewies bereits in den Trainingsläufen, dass sein VW Golf Rallye TSFI-R wieder läuft wie das berühmte Schweizer Uhrwerk. Im dritten Trainingslauf sorgte Schagerl für einen neuen, allerdings inoffiziellen, Streckenrekord.

„Für den Renntag wurde das Setup am Boliden weiter verfeinert, um gegen die starke internationale Konkurrenz bestehen zu können“, schilderte der Purgstaller. In diesen Worten schwang vielleicht etwas Understatement mit. Denn verstecken brauchte sich Schagerl keineswegs. Bereits im ersten Rennlauf verbesserte er seine Trainingsbestzeit und hatte nun auch offiziell den Streckenrekord inne.

Damit war das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. Einer weiteren Verbesserung um wenige Zehntel in Durchgang zwei folgte ein regelrechter Traumlauf in der dritten Runde. Karl Schagerl durchbrach auf der technisch anspruchsvollen Strecke in Lucine als erster Tourenwagenpilot die 2:11-Minuten-Schallmauer. Die alte Rekordmarke aus dem Jahr 2015 wurde somit gleich um starke drei Sekunden unterboten.

Der Sieg in der Tourenwagenklasse war somit klar. Schagerl verwies den Tschechen Karel Trneny (Skoda Fabia WRC) und den Bulgaren Nikolay Zlatkov (Audi S1 Quattro) auf die Plätze zwei und drei.

Sehr willkommener Nebeneffekt: Dank dieser Glanzleistung baute der Purgstaller seine Führung im FIA Hillclimb Cup aus.