Katharina Gallhuber: Blick nach vorn gerichtet. Trotz Saison-Aus nach Trainingssturz ist Katharina Gallhuber nach OP wieder voller Optimismus.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 18. Dezember 2018 (05:01)
Katharina Gallhuber am Tag nach der Operation mit ihrem Bruder Philipp, Kicker beim SKU Amstetten, der sie gemeinsam mit Papa Günther in der Privatklinik Hochrum besuchte. „Kathi sprüht nach dem ersten Schock schon wieder voller Optimismus und denkt positiv nach vorne“, schildert Mama Michaela, die ihre Tochter nicht nur im Weltcup, sondern auch jetzt nach der Verletzung betreut.
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Der Semmering und Katharina Gallhuber – bislang keine echte „Liebesbeziehung“. Vor zwei Jahren musste sie den Nachtslalom auslassen, weil sie sich am Tag zuvor nach einem Sturz im Riesentorlauf am Sprunggelenk verletzt hatte. Die Folge: 14 Tage Pause.

"Die vielen Genesungswünsche und Besuche spornen mich an. Ich werde meine Ärmel hochkrempeln und an meiner Rückkehr arbeiten. Versprochen“

Dieses Mal kam es noch viel schlimmer. Beim zweiten Trainingslauf am Freitag kam Gallhuber nach rund 15 Toren zu Sturz. „Eigentlich total unspektakulär. Sie hat es etwas nach hinten reingedrückt, kam aus dem Kurs, wollte der Zwischenzeitnehmung ausweichen, pendelte aus und stürzte dann erst recht gegen die Zeitnehmung.

Als sie wieder aufstehen wollte, konnte sie aber den rechten Fuß nicht durchstrecken und wusste sofort, da passt was nicht“, schildert Mama Michaela, die Katharina während der Weltcupsaison überall begleitet, der NÖN. Die bittere Diagnose: Kreuzbandriss und Riss des Innenmeniskus. Die Weltcup- und WM-Saison, in die Gallhuber mit drei Top-Ten-Plätzen so gut gestartet war, ist vorbei. Mindestens sechs Monate Pause.

Am Samstag wurde die Olympiadritte aus Göstling in der Privatklinik Hochrum bei Innsbruck von ÖSV-Arzt Christian Fink operiert. „Für das gerissene vordere Kreuzband wurde ihr oberhalb der Kniescheibe eine Quadrizeps-Sehne entnommen und wieder eingesetzt“, schildert Michaela Gallhuber. Bis Dienstag ist Katharina noch in der Klinik in Hochrum, dann geht es heim nach Göstling, wo sie bei Michael Putz ihre Therapie starten wird. Drei Wochen wird Katharina aufgrund des Meniskusrisses nur mit Krücken unterwegs sein können.

Dennoch ist sie bereits am Tag nach der Operation wieder guter Dinge und blickt nach vorne. „Natürlich war ich anfangs sehr geschockt, vor allem weil ich bisher noch keine schwere Verletzung hatte. Ich habe mich so gut gefühlt in den letzten Tagen und war überzeugt, dass es eine tolle Saison wird. Jetzt muss ich halt einen Umweg gehen. Aber die vielen Genesungswünsche und Besuche spornen mich schon wieder an. Ich werde meine Ärmel hochkrempeln und an meiner Rückkehr arbeiten. Versprochen“, sagt die 21-Jährige.