Nervenkitzel pur: Balanceakt am Hochkar. Ein waghalsiger Trial-Bike-Weltmeister, ein zentimeterdünnes Geländer und ein 120 Meter tiefer Abgrund waren die Zutaten für eine spektakuläre Promotion-Aktion.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 25. November 2020 (01:08)

Mit einer einzigartigen Promotion-Aktion auf der Skytour-Aussichtsplattform rührten Günther Kendler und Co. die Werbetrommel für die zehnte Jubiläumsausgabe der Hochkar Challenge, die am 10. April 2021 über die Bühne gehen soll.

Dank atemberaubender Tricks und immenser Körperbeherrschung sicherte sich Thomas Pechhacker 2018 den WM-Titel im Fahrrad-Trial. Auf einem fünf Zentimeter dünnen Geländer über dem Abgrund – nur mit einem Seil gesichert – auf seinem Rad zu balancieren, war allerdings auch für den Purgstaller eine neue und intensive Erfahrung. „Gerade nach den ersten zwei, drei Versuchen, bei denen ich nur einen Meter weit gekommen und dann vom Geländer gefallen bin, habe ich mich schon gefragt, ob ich das schaffen kann. Als es dann aber geklappt hat, war es ein unglaubliches Gefühl. Das kann man mit nichts vergleichen“, schildert Thomas Pechhacker.

Die Idee zu dem spektakulären Stunt kam von Günther Kendler. Der Veranstalter der Hochkar Challenge will damit Werbung für die nächstjährige Jubiläumsausgabe des Alpin-Triathlons machen. „Ich glaube, ich habe mehr geschwitzt als Thomas selbst“, gesteht Kendler. „Das war keine Geschichte, die man so im Vorbeigehen macht. Die Anspannung bei uns allen war enorm groß.“

Pechhacker war zwar professionell gesichert, ganz ohne Risiko sei so ein Ritt auf der Rasierklinge aber nie, weiß Kendler. Dementsprechend groß war die Erleichterung, als Pechhacker die Skytour bei perfekten Bedingungen auf dem Hochkar bezwang. „Die Bilder zeigen alles, was wir im Mostviertel zu bieten haben. Wir hoffen auf viele Anmeldungen bei der Challenge nächstes Jahr“, sagt Kendler. Ab sofort ist die Anmeldung für die Challenge 2021 möglich.

Heuer musste die geplante Jubiläumsausgabe wegen Covid-19 ja abgesagt werden – eine Enttäuschung für die Veranstalter und die rund 300 Starter, die sich bereits angemeldet und vorbereitet hatten. „Wir lassen uns aber nicht unterkriegen. Viele Starter haben ihre Anmeldung gleich für 2021 im System gelassen. Nur rund 40 Prozent haben wir die Startgebühr zurückerstattet“, schildert Kendler.

Übrigens: Auch Thomas Pechhacker wird am 10. April 2021 erstmals an der Hochkar Challenge teilnehmen – und das für einen guten Zweck. Als Kapitän einer Dreierstaffel will der Purgstaller gemeinsam mit seinen Teamkollegen für die Spendenaktion „Ein Tag im Schnee“ der Lebenshilfe Rogatsboden werben.