Radsport-Elite vor der Haustür im Erlauftal. 48. Internationale Erlauftaler Radsporttage locken heuer mit zwei besonderen Premieren: neuem Ort & Bundesliga-Rennen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 18. Juli 2019 (02:29)
Christian Eplinger
Das Organisationsteam des RC Steiner Shopping Purgstall freut sich genauso wie Gemeindeverantwortlichen, die Sponsorenvertreter und die fünf Nachwuchsfahrer des Radclubs auf die diesjährigen Erlauftaler Radsporttage, die am 26. bis 28. Juli erstmals in Wieselburg über die Bühne gehen werden.

Die Erlauftaler Radsporttage haben Tradition, sind seit 48 Jahren ein Fixpunkt im österreichischen Radsportkalender. Und dennoch kann der Veranstalter, der Radclub Steiner Shopping Purgstall, heuer bei der 48. Auflage, die von 26. bis 28. Juli über die Bühne geht, mit zwei Premieren aufwarten.

Zum einen dem Veranstaltungsort. „Da im Purgstaller Marktzentrum derzeit ja kräftig umgebaut wird, mussten wir uns eine andere Location suchen und wurden zum Glück in Wieselburg mit offenen Armen aufgenommen. Wir wollten die Radsporttage auf keinen Fall ausfallen lassen. Denn das hätte – wie man an etlichen Beispielen gesehen hat – den Tod dieser Veranstaltung bedeuten können“, schildert Radclub-Obfrau Renée Preyler.

Über 600 Starter an allen drei Tagen

Sie steht an der Spitze von rund 100 freiwilligen Helfern, die rund um den Klassiker tätig sind. Und da die Erlauftaler Radsporttage ohnehin ein Radfest der Region sein sollen, ist man vorerst für zwei Jahre nach Wieselburg ausgewichen. „Wir haben gleich einmal zwei Jahre fixieren müssen. Denn den gesamten Aufwand nur für ein Jahr zu machen, wäre unsinnig. Alleine für die Streckenführung sind zig Genehmigungsverfahren notwendig. Hier ein Dank an die zuständigen Behörden und Gemeinden für die gute Zusammenarbeit“, sagt Mitorganisator Klaus Preyler.

Wie es nach den zwei Jahren weitergeht, darüber hat man sich vorerst noch keine Gedanken gemacht. „Derzeit schauen wir mal, dass wir das heurige Jahr gut über die Bühne bringen“, lächelt Renée Preyler.

 

Wir werden bei der Wieselburger Hölle auch einen Wieselburger Teufel haben.“ Reneé Preyler

Über 600 Starter werden die Rennen an den drei Tagen in Angriff nehmen. Darunter auch internationale Teams und die gesamte österreichische Radsport-Elite. Denn – und das ist die zweite große Premiere 2019 – erstmals wird ein Rennen der Radsporttage als Bundesliga-Rennen ausgetragen. „Das ist eine große Auszeichnung für uns. Denn damit haben wir nach der Österreich-Radrundfahrt die zweitgrößte Radsportveranstaltung in Niederösterreich“, weiß Klaus Preyler.

Gefahren wird an drei Tagen in den Gemeinden Wieselburg, Wieselburg-Land, Wolfpassing und Purgstall. Am Freitag steht am Messegelände rund um den Hallenkomplex vom Haupteingang weg bis zur Erlauftal Halle (Halle 9) das Kriterium am Programm. Am Nachmittag sind die Kinder und Nachwuchsfahrer an der Reihe.

Ab 16 Uhr wird es für die Amateure und Junioren und ab 18 Uhr für die U23 und die Elite ernst. 50 Runden zu je 800 Metern werden bei der Elite gefahren, alle fünf Runden gibt es bei Start und Ziel vor der Europahalle eine Wertung. Den Ausklang von Tag eins bildet ein Rennen für „Freunde des Radsports“, bei dem unter anderem auch Olympia-Zehnkämpfer Dominik Distelberger an den Start gehen wird.

Am Samstag und Sonntag stehen dann zwei Straßenrennen am Programm, die ebenfalls mit besonderen Highlights aufwarten. So wird die Strecke an beiden Tagen durch die „Wieselburger Hölle“ führen – dem rund 150 Meter langen aber 23-prozentigen Anstieg bei der NÖ-Halle rauf Richtung Friedhof. Am Samstag führt die Strecke über Bodensdorf, Marbach, Thorwarting, Stetten, Köchling, Ströblitz, Wechling und Weinzierl wieder zurück aufs Messegelände. Eine Runde hat 23 Kilometer und rund 290 Höhenmeter, wobei die Elitefahrer beim Bundesligarennen noch einen zwei Kilometer langen Schwenk nach Buch machen werden, der es mit einem weiteren steilen Anstieg in sich haben wird.

Am Sonntag hat man sich bei der Streckenführung Anleihe am Radsportklassiker Paris-Roubaix genommen. Von Holzhäusl bis nach Öd am seichten Graben sind am 21 Kilometer langen Rundkurs jeweils 500 Meter auf einer Schotterstraße zu bewältigen.