Fabel-Comeback für Wanger Sonnleitner

Erstellt am 17. August 2022 | 01:45
Lesezeit: 3 Min
Nach sechs Jahren Pause lehrt Wanger bei Mühlstein-Rallye Konkurrenz das Fürchten. Bachler aus Lunz verteidigt Rang zwei.
Werbung

Nicht weniger als 82 Teams maßen sich am vergangenen Wochenende bei der Perger Mühlstein-Rallye. Mittendrin: der Wanger Franz Sonnleitner und der Lunzer Geri Bachler.

Und die Rallye wurde zur Sonnleitner-Show. Sechs Jahre Pause hatte Sonnleitner, seines Zeichens Teamchef von FS Motorsport, hinter sich. In Perg wollte er eigentlich „nur“ seinen Mitsubishi WRC testen, schnell war für den Großteil der Konkurrenz aber klar: Wir sehen Sonnleitner nur noch von hinten. Der Wanger überquerte mit seinem Co-Piloten, dem Rallye-Weltmeister Peter Müller, sensationell als Vierter die Ziellinie, die Freude kannte keine Grenzen. „Ich habe den Jungs gezeigt, dass ich noch da bin. Wenn ich noch drei-, viermal fahren würde, wäre ich ganz vorn dabei. Es war wirklich eine Freude“, sagt Sonnleitner. Regelmäßig wird er aber nicht ins Renngeschehen zurückkehren: „Das geht sich einfach zeitmäßig nicht aus. Aber ich werde sicher wieder etwas planen, weil es Spaß macht und weil es den Kopf frei macht.“

Ich habe den Jungs gezeigt, dass ich noch da bin. Wenn ich noch drei-, viermal fahren würde, wäre ich ganz vorn dabei.“ Franz Sonnleitner Team FS Motorsport

Dabei saß Sonnleitner bei der Mühlstein-Rallye nicht nur selbst hinterm Steuer: Insgesamt zehn Autos vom Team FS Motorsport gingen auf die Strecke, es galt, neben dem eigenen Rennen auch die Betreuung der Fahrer und Autos unter einen Hut zu bringen. „Ich bin sehr, sehr stolz auf mein Team und meine Fahrer“, sagt Sonnleitner. Alle schnitten gut ab, sieben Fahrer schafften es ins Ziel.

Einer davon war Geri Bachler aus Lunz, der mit seinem Co-Piloten Harry Zehetbauer an den Start ging. Das erklärte Ziel der beiden war, Punkte für die Austria Rallye Challenge (ARC) zu sammeln und den zweiten Gesamtrang in dieser Meisterschaft abzusichern.

Und es wurde ein spektakuläres Rennen für das unter FS Motorsport startende Team. „Wir müssen immer sehr viel Risiko nehmen, um mit den bis zu 60 PS stärkeren und 150 kg leichteren Autos unserer direkten Konkurrenten mithalten zu können, und so kamen wir leider zweimal von der Strecke ab und verloren einiges an Zeit“, blickt Bachler zurück. Aber: „Zum Glück waren nirgends Hindernisse im Weg und wir konnten unseren Subaru völlig unbeschadet und trotzdem noch auf Platz drei in der ARC-Wertung und auf dem 18. Gesamtrang ins Ziel bringen.“

Den zweiten Platz in der Meisterschaft sicherten die beiden damit ab und sie konnten sogar den Rückstand auf den Führenden von 16 auf nur mehr zwei Punkte verringern. Der Drittplatzierte lauert allerdings auch nur einen Punkt hinter Bachler und Zehetbauer. Die Entscheidung fällt somit erst bei der Herbstrallye Anfang November im Waldviertel.