Der Skiclub als Grundstein des Erfolgs. Der SC Göstling-Hochkar ist mit 670 Mitgliedern nicht nur einer der größten sondern auch einer der erfolgreichsten Skiclubs von ganz Österreich.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:00)
Georg Perschl
Katharina Gallhuber im Alter von neun Jahren (großes Bild) und mit ihrem ersten gewonnenen Pokal beim Kindergartenskirennen in Göstling (unten).

Als „skinarrisches Dorf“ bezeichnete der Ex-Weltcupabfahrer Andreas Buder seine Heimatgemeinde Göstling. 2.057 Einwohner zählt die Marktgemeinde Göstling, die mit dem Hochkar das größte und schneesicherste Skigebiet im Osten Österreich vor der Tür hat. 670 Mitglieder hat der Skiclub Göstling-Hochkar, davon 120, die aktiv auf den verschiedensten Ebenen dem Rennsport frönen.

Georg Perschl
Katharina Gallhuber im Alter von neun Jahren (großes Bild) und mit ihrem ersten gewonnenen Pokal beim Kindergartenskirennen in Göstling (unten).

Vom Kindergartenkinder-Alter an wird in Göstling der Skisport (alpin und nordisch) forciert und intensiv mit Kindergarten, Volks- und Mittelschule zusammengearbeitet. Skisporteinheiten sind fixer Unterrichtsbestandteil.

Dabei stellt der Skiclub die Betreuer und finanziert diese Einheiten. Dadurch ist das Potenzial an Nachwuchsläufern sehr groß. „Heuer haben wir bei den Vereinsmeisterschaften erstmals sogar eine Windelklasse für Kinder ab dreieinhalb Jahren. Unsere Anfänger wollen einfach auch schon Stanglfahren. Idole wie Kathrin Zettel oder Katharina Gallhuber sind sehr viel wert. Sie entfachen die Euphorie bei den Kindern und zeigen, dass man es mit viel Ehrgeiz und Ausdauer schaffen kann“, schildert Fahrnberger.

Gallhuber: "Wir leben den Skisport"

Dabei wird beim SC Göstling-Hochkar immer auch sehr viel Wert auf den Spaß- und Funfaktor gelegt. Das bestätigte auch die frisch gebackene Bronzemedaillengewinnerin: „Der Skiclub leistet von klein auf gute Arbeit. Es stehen alle dahinter und haben Spaß. Wir leben den Skisport“, betont Gallhuber.

Dadurch ist der SC Göstling-Hochkar nicht nur einer der größten Skiclubs Österreichs, sondern auch einer der erfolgreichsten. Rund 35 FIS-Läufer hat der SC hervorgebracht – und etliche Weltcup-Starter. Was mit Elfi Deufl, Thomas Sykora, Andreas Buder, Kathrin Zettel und Matthias Tippelreither begann, setzt sich jetzt mit Katharina Gallhuber, Christoph Krenn oder Skicrosser Johannes Aujesky nahtlos fort. Mit Melanie Arrer klopft die nächste Göstlingerin an die Weltcup-Tür.

Georg Perschl
„Die Skistars von morgen!“ titelte die Erlauftaler NÖN zu diesem Bild im Jahr 2003. Und wir sollten recht behalten. Brigitte Mandl, mittlerweile Buder und Ehefrau von Andreas Buder, hatte gemeinsam mit Martina Wagenhofer in der Volksschule Göstling die Unverbindliche Übung Leibesübung mit Schwerpunkt Skisport wiederaufgenommen. Mit dabei Katharina Gallhuber (am Kasten sitzend ganz links), Christoph Krenn (stehend 2. von links) und Philipp Gallhuber (stehend 2. von rechts).

Drei Olympia-Bronzemedaillen, eine WM-Goldene und zwei WM-Silbermedaillen und eine Slalom-Kristallkugel holten die Läufer des SC Göstling-Hochkar bereits. Dazu 18 Weltcupsiege. Und mit Rainer Herb stellt Göstling auch einen mehr als 30-fachen Seniorenweltmeister.

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