Ein Sieg für die Geschichtsbücher. Der SC Wieselburg feierte im Heimspiel gegen Eggenburg mit 2:1 den ersten Sieg in der 2. Landesliga.

Von Franz Willatschek. Erstellt am 01. September 2014 (14:09)
Ein kleines Märchen als Startschuss für die 2. Landesliga. Raphael Affengruber kam gegen Eggenburg von der Bank, netzte ein Mal und bescherte Wieselburg einen historischen Sieg.
NOEN, Franz Willatschek

WIESELBURG - EGGENBURG 2:1. Mit dem historischen Meistertitel in der Gebietsliga West gelang den Kickern des SC Wieselburg im Juni der größte Erfolg in der bisherigen 80-jährigen Vereinsgeschichte.

Gnant jubelte: „Ein wunderbarer Fußballabend“

Am vergangenen Freitag im zweiten Heimspiel der Saison gegen Eggenburg schlugen die Braustädter ein neues Kapitel in den Vereinsannalen auf: Stefan Sailer erzielte das erste Landesliga-Tor für seinen Klub und dank des Treffers von Raphael Affengruber in der 92. Spielminute feierten die Erlauftaler auch den ersten Sieg in der 2. Landesliga West.

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NOEN, Franz Willatschek

Sehr zur Freude von SCW-Obmann Robert Gnant: „Ein wunderbarer Fußballabend, den wir unseren Fans geliefert haben. Der Sieg war zwar glücklich, aber aufgrund unserer vielen vergebenen Chancen verdient. Wir sind nun endgültig in der neuen Liga angekommen und können uns nun beruhigt den weiteren Herausforderungen in der Landesliga stellen.“

Pecka, Sailer und Hudler vergaben Hochkaräter

Nach der 0:3-Pleite im Auswärtsspiel in Wilhelmsburg zeigten die Gastgeber von der ersten Minute an, dass sie gewillt sind, diese Scharte vor heimischem Publikum gegen die kampfstarke Truppe aus Eggenburg vergessen zu machen.

Vor 350 Zuschauern spielten die Hausherren mutig nach vorne und kamen in der ersten Halbzeit auch zu drei hochkarätigen Einschussmöglichkeiten: Lubos Pecka scheiterte am Keeper (10.), Stefan Sailer im Abschluss (15.) und Rainer Hudler fand ebenfalls im Eggenburger Goalie Martin Senkyrik seinen Meister (21.).

Erlösung durch Affengruber in der Nachspielzeit

Nach dem Seitenwechsel blieben die Heimischen weiter am Drücker, wurden aber in der 58. Minute von den Gästen vor den Kopf gestoßen. Die Waldviertler gingen mit ihrer ersten Torchance nach einem Konter durch Christoph Pulz mit 1:0 in Führung. Obmann Gnant gesteht: „Wir waren richtiggehend geschockt und haben lange gebraucht, um uns davon wieder zu erholen.“

Neo-Coach Christian Maurer reagierte. Er brachte mit Raphael Affengruber und Patrick Göbl zwei frische Kräfte für die Offensive. Diese Entscheidung des Trainers sollte sich als goldrichtig erweisen.

Die Gastgeber drückten nun auf den Ausgleich, er schien jedoch nicht fallen zu wollen. Die Minuten verronnen, als sich Stefan Sailer zwei Minuten vor dem Spielende den Ball zurechtlegte und per Freistoß das 1:1 erzielte. Der Jubel war groß und es kam noch besser. Nach Sailer-Vorlage gelang Affengruber in der Nachspielzeit das 2:1.

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