Schütze Pickl: „Spannendes Jahr“. Bernhard Pickl krönte sich zum Triple-Staatsmeister und erhielt als Draufgabe die Nominierung fürs „Projekt Rio“.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 01. September 2014 (14:18)
Bernhard Pickl, Sportschütze aus Gaming.
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Brasilien hat mit der FIFA-Fußball-WM gerade erst ein globales Sportgroßereignis hinter sich gebracht. Wir alle wissen, wie das ausgegangen ist. In nicht einmal zwei Jahren ist die Welt erneut zu Gast im größten und bevölkerungsreichsten Land Südamerikas. Der Grund sind die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro. Einer, der dann dabei sein will, ist Bernhard Pickl.

Die jüngsten Leistungen beruhigen

Der Gaminger Sportschütze hat die Wettkämpfe am Zuckerhut als nächstes großes Ziel seiner bisher, wie am Schnürchen laufenden Karriere, festgelegt. Die erste Chance, um die Quotenplätze für Rio zu kämpfen, hat Pickl von 7. bis 20. September bei den Weltmeisterschaften in Granada/Spanien. Nimmt man die zuletzt gezeigten Leistungen des Gamingers als Grundlage, dann kann man beruhigt feststellen: Die Form stimmt allemal.

Denn bei der diesjährigen Staatsmeisterschaft im Kleinkalibergewehr, die am vergangenen Wochenende in Arzl/Innsbruck über die Bühne ging, errang er nicht weniger als drei Goldmedaillen. Gemeinsam mit seinen NÖ-Mannschaftskollegen Michael Podolak und Alexander Schmirl entschied er den Bewerb „60 Schuss liegend“ für sich.

Eine weitere Team-Goldene gab es über „3x40 Schuss“. Aber auch ohne seine Kollegen war Pickl an diesem Wochenende nicht zu schlagen. Denn mit 387 Ringen (40 Schuss stehend) holte er auch alleine den Sieg.

„WM-Niveau höher als bei Olympia“

Bei den Weltmeisterschaften in Granada ist Pickl bereits am 8. September erstmals im Einsatz. Chancen auf einen der begehrten Quotenplätze für Rio rechnet er sich zwar nicht aus, „ein Ergebnis unter den Top 15 wäre aber schon gut. Das Niveau bei einer WM ist noch höher, als bei Olympia.“

Sollte es in Spanien noch nicht reichen, ist der Traum von Brasilien für den Gaminger aber noch lange nicht ausgeträumt.

„Ich habe kürzlich erfahren, dass ich für das ,Projekt Rio‘ ausgewählt wurde“, so Pickl erfreut. „Damit ist garantiert, dass ich im kommenden Jahr an allen Weltcups teilnehmen kann. Die Chancen für eine Qualifikation erhöhen sich dadurch natürlich ungemein. Es wird ein spannendes Jahr.“


Hintergrund:

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Bernhard Pickl, Sportschütze aus Gaming.

Geburtstag: 3. März 1991.

Wohnort: Gaming.

Verein: Schützenverein Gaming.

Beruf: Heeressportler.

Hobbys: Laufen, Musik und Tennis

Größter Erfolg: Die erste Einzel-Europameisterschaftsmedaille in der Männerklasse (Osijek/Kroatien, 2013).

Ziel: Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro 2016.