Erstellt am 18. August 2014, 14:17

von Armin Grasberger

Der Weg zurück. Matthias Tippelreither lässt nach seiner hartnäckigen Schilddrüsenerkrankung wieder mit guten Ergebnissen aufhorchen.

Matthias Tippelreither, Ski-Rennläufer aus Göstling.  |  NOEN, zVg

Eigentlich begann das Jahr 2014 gut für Matthias Tippelreither. Der Göstlinger hatte sich in den Weltcup vorgekämpft und dort keine schlechte Figur gemacht. Aber irgendwas trübte die an sich glänzenden Aussichten. „Ich hatte hohen Puls, war nur müde, mir war schwindlig und schlecht“, schilderte der 25-Jährige im Februar gegenüber der NÖN. Die Diagnose: „massive Schilddrüsenüberfunktion“. Die Konsequenzen: absolutes Sportverbot, Einnahme von Schilddrüsenhormonen, wöchentliche Kontrolltermine und Überprüfungen per Ultraschall beziehungsweise Magnetresonanz. An ein mögliches Karriereende verschwendete er damals allerdings keinen Gedanken.

"Matthias musste sich von Null auf wieder hoch trainieren"

Mittlerweile haben wir August 2014, und Matthias Tippelreither werkelt hart an seinem Comeback. Die ersten Früchte durfte er bereits ernten. Am Mount Buller in Australien entschied er den „Tom Mathias Memorial FIS Slalom“ für sich und ließ dabei Olympiastarter Ross Peruado (Australien) sowie FIS-Fahrer und Landsmann Lukas Sendlhofer hinter sich. Momentan befindet sich Tippelreither in Neuseeland, wo weitere Rennen auf ihn warten. Die NÖN plauderte deshalb ein wenig mit Vater Michael.

„Matthias musste sich von Null auf wieder hoch trainieren, stand sieben Monate nicht auf Skiern, da sind solche Ergebnisse wie in Australien natürlich wunderbar“, freut er sich. Erst Ende April durfte der Filius wieder mit dem Training beginnen. „Davor wäre es Raubbau am Körper gewesen“, verrät das Familienoberhaupt. „Das kann man sich vorstellen wie volles Training am Limit - ohne Regenerationsphasen.“ In der kommenden Saison will Matthias Tippelreither wieder im Europacup starten und dort unter die ersten 15 kommen. Gute Ergebnisse in „Down Under“ sollen helfen, dieses Ziel zu erreichen. „Aufgrund der langen Pause ist er im Startranking zurückgefallen“, erklärt Vater Michael. „Durch starke Leistungen kann er dahin gehend wieder viel Boden gut machen und sich in der Starthierarchie nach unten kämpfen.“ Gelingt das, dann endet das Jahr 2014 für Matthias Tippelreither hoffentlich so, wie es begonnen hatte.


Hintergrund

Matthias Tippelreither, Ski-Rennläufer aus Göstling

  • Geburtstag: 7. Oktober 1988

  • Wohnort: Göstling

  • Verein: SC Göstling-Hochkar

  • Disziplin: Slalom

  • Sportliche Laufbahn: NÖ Schülerkader, NÖ Jugendkader, 2005 Aufnahme in den ÖSV Nachwuchskader, Europacupkader, ÖSV-B-Kader

  • Weiteres Programm „Down Under“: Tippelreither befindet sich mit dem ÖSV-Tross momentan in Neuseeland, dort warten in den nächsten drei Wochen etliche Trainings und Rennen auf ihn.