Erstellt am 13. Oktober 2014, 13:50

von Armin Grasberger

Göstlings glorreiche Sieben. Ein großer Teil des Alpin-Kaders des niederösterreichischen Landesskiverbandes wird vom SC Göstling-Hochkar gestellt.

Robert Fahrnberger, Obmann des SC Göstling-Hochkar.  |  NOEN, zVg
Wenn man sich auch nur einen Hauch für Sport im Allgemeinen oder besser gesagt Wintersport im Speziellen interessiert, dann weiß man: In knapp zwei Wochen hebt die neue Saison des Ski-Weltcups an.

Septett wurde in St. Pöltens NV Arena vorgestellt

Ein Großteil der Aufmerksamkeit der internationalen Sportgemeinschaft gehört dann wieder den Ligetys, Fenningers und Mancusos dieses Planeten. Daran, dass man in Österreich in den kommenden Jahren auch weiterhin genug Idole zum Nacheifern hat, arbeitet unter anderem der SC Göstling-Hochkar.

Die Ybbstaler schicken sieben Talente als niederösterreichische Kaderläufer in die kommende Saison. Christoph Krenn, Matthias Tippelreither (beide Herren), Melanie Arrer (Damen), Jakob Sykora (Schüler), Magdalena Bentz, Larissa Harrer und Klara Sykora (alle Schülerinnen) wurden gemeinsam mit ihren Kaderkollegen in der Halbzeitpause der Partie SKN St. Pölten gegen den SV Mattersburg einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Welcher seiner Nachwuchshoffnungen, Robert Fahrnberger, seines Zeichens Obmann des SC Göstling-Hochkar, in der kommenden Saison am Meisten zutraut, das verriet er der NÖN im Interview.

„Krenn trau' ich zu, nach ganz oben zu kommen“

„Eigentlich will ich da jetzt gar niemand hervorheben“, gibt er sich diplomatisch. „Sie alle befinden sich momentan in einem kritischen Alter, in dem man sich schlicht und einfach durchbeißen muss. Mehr trainieren als je zuvor. Leider haben in der Vergangenheit ähnliche Talente diesen Extra-Willen nicht gezeigt.“

Ganz am Ende des Gesprächs legt sich Fahrnberger dann aber doch fest: „Christoph Krenn, dem trau ich wirklich zu, nach ganz, ganz oben zu kommen. Er ist in einer fantastischen Verfassung und hat mit Andreas Evers (Ex-Coach von Hermann Maier und dem US-Team rund um Bode Miller, Anm. d. Red.) jetzt auch einen Bombentrainer.“

Aber noch ist der Weg weit, erstmal steht der Winter 2014/2015 vor der Tür. Und der hält für das Team vom SC Göstling-Hochkar einiges parat. „Fad wird uns sicher nicht in Göstling“, lacht der Obmann und freut sich: „Der Winter kann kommen.“

Hintergrund:

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Robert Fahrnberger, Obmann des SC Göstling-Hochkar
  • Die heißesten Eisen: Christoph Krenn und Katharina Gallhuber. „Sie ist schon über den Landeskader hinaus und hat den Sprung in den FIS-Bereich geschafft und ist weltweit in ihrem Alterssegment eine der Allerbesten. Wenn alles glatt läuft, dann traue ich ihr in nicht allzu ferner Zukunft schon Weltcupstarts zu“, ist Fahrnberger optimistisch.

  • Die Stolpersteine: „Grade zwischen 15 und 17 entscheiden sich viele Talente, von denen man sich viel erhofft hat, gegen den Ski-Rennsport. Jetzt heißt es eben durchbeißen. Die Youngsters und auch besonders deren Eltern müssen jetzt unbedingt wollen.“