Katharina Gallhuber: Das Weltcup-Comeback ist gelungen. Knapp ein Jahr nach ihrer Verletzung feierte Katharina Gallhuber im finnischen Levi ihre Rückkehr. Das Resultat war Rang 15.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 26. November 2019 (03:43)
Bestes Weltcupergebnis. Katharina Huber stellte mit Rang acht in Levi ihre gute Form bereits unter Beweis und möchte in Killington daran anschließen.
GEPA / Harald Steiner

14. Dezember 2018. Semmering. Beim Stangentraining zog sich Katharina Gallhuber eine Knieverletzung zu. Die Diagnose: Kreuzbandriss und Riss des Innenmeniskus.

23. November 2019. Levi in Finnland. Die Göstlingerin feiert ihr Comeback im Slalom-Weltcup. Die Zeit bis zum Comeback nutzte die 22-Jährige. „Ich hatte das Glück, dass ich sofort nach der Operation wieder leicht trainieren konnte und der Heilungsverlauf optimal war“, berichtet Gallhuber.

Katharina Gallhuber ist zurück im Weltcup.
APA / Gindl

Und die Therapie sowie der Aufbau haben sich ausgezahlt. „Ich bin zu 100 Prozent fit. Ich fühle mich stärker als vor meiner Verletzung. Das Knie ist überhaupt kein Thema mehr. Darüber mach‘ ich mir auch keine Gedanken“, fügt Gallhuber hinzu. Bevor es zum Auftakt in Levi kam, war Gallhuber mit einem Teil des Techniker-Teams bereits in Finnland. „Da habe ich schon gesehen, dass ich mithalten kann, obwohl es noch einiges zu verbessern gibt“, sagte Gallhuber. Im ersten Comeback-Rennen lief bis zur ersten Zwischenzeit bei Gallhuber alles perfekt. Bei der schwierigsten Stelle des ersten Durchgangs unterlief ihr aber ein Fehler – die Zeit war weg. Am Ende stand der 27. Rang nach dem ersten Teil. „Sicher waren noch Fehler dabei, aus denen muss ich lernen“, erklärte die zweifache Olympiamedaillengewinnerin.

Zumindest gelang die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Da drehte Gallhuber auf, fuhr mit der neuntbesten Laufzeit von Rang 27 auf den 15. Platz nach vor und sammelte wieder fleißig Weltcuppunkte. „Ich kann ein positives Fazit ziehen. Der Grundspeed ist da“, freut sich die Göstlingerin und fügt hinzu: „Technisch passt alles. Jetzt gilt es das Risiko zu finden und einen ganzen Lauf voll anzugreifen.“

Huber mit besten Weltcupergebnis

Neben Gallhuber war mit Katharina Huber auch eine zweite Niederösterreicherin (St. Georgen/Reith) äußert erfolgreich. Katharina Huber belegte den achten Platz – ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis. „Gerechnet habe ich damit nicht. Bei den Trainings fühlte ich mich wohl und rechnete mir einen Platz unter den Top-15 aus“, gestand die 24-Jährige.

„Ich freue mich darüber, aber auch, dass wir mannschaftlich so stark aufgetreten sind“, erklärt Katharina Huber. Katharina Truppe sorgte mit Rang drei für den ersten ÖSV-Podestplatz in diesem Winter. Jetzt geht es für das Team nach nach Killington (USA). Direkt von Helsinki flogen die Damen in die Vereinigten Staaten. In Übersee stehen noch drei bis vier Trainingstage auf dem Programm, um das perfekte Setup zu finden. „Für mich zählen im Moment nicht die Ergebnisse. Ich will mich von Rennen zu Rennen verbessern und voll angreifen“, erklärte Katharina Gallhuber.

Auch Teamkollegin Katharina Huber stößt in das gleiche Horn: „Ich werde noch zwei bis drei Tage trainieren, um perfekt für das Rennen vorbereitet zu sein.“ Der Slalom der Damen steigt in Killington am 1. Dezember. Start des ersten Durchganges ist um 15.45 Uhr (MEZ).

Weniger erfolgreich verlief der Weltcup-Slalom in Levi für Marc Digruber. Nach dem ersten Durchgang lag der Frankenfelser noch auf dem 15. Zwischenrang. Im zweiten Lauf fiel er auf Platz 20 zurück. Den Sieg sicherte sich Henrik Kristofferson.