TC Scheibbs verpasst Finaleinzug nur knapp. Der TC Sparkasse Scheibbs musste sich ohne Attila Balazs nur knapp geschlagen geben und wird Dritter.

Von Sebastian Ressl. Erstellt am 12. September 2017 (02:02)
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Die Enttäuschung über das frühe Ausscheiden war bei den Verantwortlichen des TC Sparkasse Scheibbs nur von kurzer Dauer, letztendlich war man stolz, dass man es wieder geschafft hat, unter den vier besten Teams in Österreich zu sein und das zum zweiten Mal in Folge. „Am Anfang waren wir enttäuscht, dass Attila Balazs aufgrund eines Turniers und des Davis Cups nicht spielen kann. Letztendlich sind wir aber stolz und es war ein würdiger Abschluss“, sagt der sportliche Leiter Theo Weinbrenner jun. Stolz war man schließlich auf die gezeigten Leistungen, denn immerhin waren die Salzburger in Vollbesetzung angetreten und die Bezirkshauptstädter hielten die Partie lange Zeit offen.

Der Beginn des Matches war alles andere als optimal für die Scheibbser. Denn sowohl Patrick Ofner als auch Matthias Haim mussten sich doch deutlich in zwei Sätzen geschlagen geben. „Vor allem Matthias Gegner – Pascal Brunner – hat extrem stark gespielt und auch der langsame Platz ist ihm mit Sicherheit entgegengekommen“, sagt Weinbrenner.

Doch die Scheibbser gaben sich nicht geschlagen und kamen durch viel Kampfgeist und starkem Tennis wieder heran. Der Rumäne Dima Dragos, der in der kommenden Woche gegen Österreich als Nummer eins in das Davis Cup Match gehen und u.a. gegen Dominic Thiem spielen wird, zeigte gegen Jaroslav Pospisil Nervenstärke und siegte in drei Sätzen. György Balazs und Dominic Wirlend erwischten einen starken Tag und erspielten mit ihren Siegen zwei weitere Punkte für die Scheibbser, wobei Zweiterer erst im Tie-Break des dritten Satzes siegte. Nun lag es an Aldin Setkic, für eine 4:2-Führung zu sorgen. Doch sein Gegner Lukas Rosol – ehemaliger ATP Top-50 Spieler – hielt dem druckvollen Tennis entgegen und hatte im zweiten Satz bereits zwei Matchbälle. Setkic kämpfte sich jedoch zurück ins Match und hatte im dritten Satz die besseren Karten auf den Sieg, wie Weinbrenner betont: „Aldin führte schließlich mit 5:4 und in späterer Folge im Tea-Break mit 4:0. Auch einen Matchball bei Aufschlag Rosol konnte er nicht nutzen. Das war bitter.“

Doppelspiele entschieden

Somit mussten die Doppelspiele über Sieg und Niederlage entscheiden. Hier waren aber eindeutig die Salzburger überlegen. Alle drei Spiele gingen klar in zwei Sätzen an die Mozartstädter, die sich somit über den Finaleinzug freuen durften und denen die perfekte Revanche (Scheibbs schlug Salzburg 2016 im Final Four) gelungen ist. „Im Endeffekt wäre es bei einer 4:2-Führung aufgrund der Doppelstärke der Salzburger ebenso schwierig geworden. Hätte Attila gespielt, hätte alles anders kommen können. Wir sind trotzdem zufrieden und stolz auf uns“, sagt Weinbrenner abschließend.

KREISLIGEN. Eine weitere Erfolgsmeldung gibt es aus der höchsten Spielklasse des Kreises West zu verkünden. Mit sieben Siegen aus sieben Spielen schaffte der TC Sparkasse Scheibbs mehr als verdient den Kreismeistertitel und steigt somit ohne eine einzige Niederlage in die Landesliga C auf. „Für den Verein ist das ein riesengroßer Erfolg, auf den wir wirklich sehr stolz sind. Vor allem die jungen Spieler haben eine bärenstarke Saison gespielt und wieder einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt der sportliche Leiter Theo Weinbrenner jun. Er spricht dabei Florian Wallgram und Jakob Kalteis an, die beide eine positive Bilanz vorzuweisen haben.

Eine ebenfalls makellose Saison spielte der TC Raiba Gresten in der Kreisliga B. Die Truppe rund um Martin Haselreither gewann ebenfalls alle sieben Spiele und musste sogar nur einen Punkt abgeben. Somit steigt das Team in die höchste Spielklasse des Kreises auf.

Steinakirchen gewinnt Krimi gegen Scheibbs

Spannend ging es auch in der Kreisliga D zu. Die beiden Topteams aus Steinakirchen und Scheibbs IV kämpften am vergangenen Sonntag im direkten Duell um den Aufstieg in die Kreisliga C. Nachdem es nach den Einzelspielen 3:3-Unentschieden stand, mussten die Doppelspiele die Entscheidung herbeiführen. Während sowohl die Scheibbser als auch die Steinakirchner ein Doppel gewannen, musste das dritte Doppel – Günther Kalteis/Christian Füsselberger gegen Arthur Theuretzbacher/Thomas Aigner – in den entscheidenden dritten Satz. Die Steinakirchner führten dabei schon 7:0, doch Kalteis/Füsselberger kämpften sich auf 7:7 heran. Jedoch behielten Theuretzbacher/Aigner die Nerven und siegten. Somit wartet im nächsten Jahr die Kreisliga C auf die Spieler aus Steinakirchen.

In der Kreisliga E schafft die zweite Garnitur aus Lunz den Aufstieg. Wieselburg III wird, sofern sie im abschließenden Spiel noch einen Zähler holen, ebenfalls in die Kreisliga D aufsteigen. Auch die Damen aus Wieselburg dürfen sich über ein Erfolgserlebnis freuen. Sie steigen mehr als verdient in die Kreisliga B auf.