Kein Stein bleibt auf dem anderen. Oberndorf löst sein Damen-Bundesligateam auf. Ines Diendorfer verlässt den Verein und heuert in Linz an.

Erstellt am 05. September 2017 (03:00)
Gehen ab nun getrennte Wege. Ines Diendorfer spielt ab Herbst beim Spitzenklub Linz Froschberg, Christoph Weninger verstärkt das Oberndorfer Bundesligateam.
privat/Sturmlechner

Das Damenteam der Union Raiffeisen Oberndorf stand am Ende der letzten Saison am Scheideweg. Die Relegation um den Verbleib in der 1. Bundesliga war missglückt, der Abstieg somit besiegelt. “Von unserem Quintett wäre nur Aushängeschild Ines Diendorfer übrig geblieben“, schildert Clubchef Franz Sturmlechner.

„Uns war aber bewusst, dass sie in der höchsten Liga spielen muss, um sich weiterentwickeln zu können.“ Zur gleichen Zeit flatterte eine Anfrage von Top-Club Linz-Froschberg ins Haus. Der Wechsel zum Champions-League-Verteter ging dann relativ schnell über die Bühne. Sturmlechner: „Wir wollten natürlich nicht mit Legionärinnen spielen, deshalb haben wir uns schlussendlich — schweren Herzens — dazu entschlossen, die Damencrew aufzulösen.“ 

Stütze. Thomas Daxböck ist ein wichtiger Akteur im Oberndorfer Bundesligateam.
NOEN

Mit Markus Hintersteiner hat eine weitere Nachwuchshoffnung die Oberndorfer in Richtung Oberösterreich verlassen. Sturmlechner erklärt: „Markus besucht ab sofort das Linzer Sportgymnasium und hat sich dem Landesligaclub Saxen angeschlossen.“

Damit aber noch nicht genug der Einschnitte. Auch die zweite Herren-Garnitur der Melktaler wird in der neuen Saison nicht mehr antreten. So bleibt neben drei Mannschaften in den unteren Ligen lediglich das Herrenteam in der 2. Bundesliga übrig.

Mit von der Partie sind wieder die beiden Top-Spieler Christian Wolf und Thomas Daxböck. Nicht mehr dabei ist hingegen Clemens Gal. Er hat den Verein verlassen. Seinen Platz nimmt Youngster Christoph Weninger ein. Die Oberndorfer eröffnen die Saison am kommenden Samstag um 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen Wiener Neudorf II. Sturmlechner rechnet mit einer „ausgeglichenen Partie“ und hofft darauf, „den Heimvorteil nützen zu können.“