Nachbarschaftshilfe in der Tenniswelt. 118 Teilnehmer an fünf Tagen brachten Purgstall zum Platzen. Aufgrund des Andrangs mussten die Nachbarn aushelfen.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 29. Juli 2020 (00:04)
Sieger I. Benjamin Scharner dominierte in Purgstall den U14-Bewerb der Burschen.
Erich Auer

Wenn an fünf Tagen 118 Menschen auf drei Plätzen Tennis spielen wollen, wird‘s eng. Wenn sich auch noch das Wetter von seiner weniger unstabilen Seite präsentiert, wird‘s unmöglich. Der Zustrom zu den Turnieren der Union Volksbank Purgstall war derart groß, dass sich die Veranstalter dazu entschlossen, auf die Plätze der Nachbargemeinden auszuweichen. Mit deren Einverständnis, selbstverständlich. „Ein riesengroßes Dankeschön an unsere Freunde in Wieselburg, Oberndorf und Scheibbs“, lässt Peter Brandhofer ausrichten.

Machtdemonstration von Benjamin Scharner

Der Purgstaller Funktionär blickt auf eines der größten Teilnehmerfelder seit Langem zurück. Von 22. bis 26. Juli gingen vier Kinder-, Jugend- und Erwachsenenturniere über die Bühne. Ohnehin schon ein straffer Ablaufplan. Wenn dann auch noch das Wetter nicht so will, wie vergangenen Freitag und Samstag, dann geht ohne Ausweichmöglichkeit gar nix mehr. Der geplante Schnitzelabend fiel übrigens ebenfalls in Wasser. Da konnten selbst die Nachbarn nicht mehr helfen.

Zum Sportlichen. Aus Bezirkssicht war der einmal mehr starke Auftritt des jungen Wieselburgers Benjamin Scharner bemerkenswert. Er dominierte das U14-Turnier, gewann alle drei Spiele 6:0, 6:0 und holte sich, sowas von verdient, den Sieg.

Gewonnen hat auch Arthur Theuretzbacher aus Steinakirchen. Den ITN 5,5 - 10 Bewerb. Besonders zu kämpfen hatte er im Viertelfinale gegen Christian Seyrlehner. Schlussendlich setzte sich der Erlauftaler mit 6:4, 2:6 und 16:12 durch.

Brandhofer zufrieden: „Das Interesse an unseren Turnieren war sehr groß. Man hat gemerkt, dass der Tennissport in den letzten Monaten mehr Zulauf erhalten hat und dadurch die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung gestiegen ist.“