Zettel: „Ein super Auftakt, ich liebe Sölden!“. Kathrin Zettel verpasste zwar um zwei Hundertstel das Stockerl, war aber mit dem Weltcup-Auftakt sehr zufrieden.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 27. Oktober 2014 (12:06)
NOEN, APA/HANS KLAUS TECHT
Läppische zwei Hundertstel fehlten der 28-jährigen Göstlingerin am Samstag auf ihren sechsten Podestplatz in Sölden. „Eva war einfach um diesen Tick schneller“, zeigte Kathrin Zettel aber keine Spur von Enttäuschung.

Im Gegenteil. Dass sie nach ihrer Hüftarthroskopie Ende April und dem Trainingsrückstand schon so knapp an der Weltspitze dran war, freute die Göstlingerin gewaltig.

Fehlender Speed für Schluss-Stück, Serie hielt dennoch

Vor allem den technisch schwierigen Steilhang fuhr Zettel in beiden Durchgängen beinahe perfekt und hatte bei der letzten Zwischenzeit jeweils einen riesigen Vorsprung auf ihre Konkurrentinnen. Diesen verspielte sie aber im flachen Schlussabschnitt.

„Ich bin im Flachen zu hart gefahren und hab mir dadurch den Speed für die letzten Tore genommen“, analysierte Zettel im NÖN-Telefonat. Ihre tolle Sölden-Serie – bei zehn Starts kam sie neun Mal ins Ziel und war dabei nie schlechter als Platz sieben – hielt ein weiteres Jahr.

Von Piste durchgeschüttelt: „Anna und Eva zwickt’s genauso“

Und auch die Hüfte hielt. „Ich spüre zwar heute jeden Knochen, aber das ist nach so einem zweifachen Höllenritt auf der pickelharten Piste normal. Anna und Eva zwickt’s genauso“, schilderte Zettel am Tag nach dem Rennen.

Die vielen anwesenden Göstlinger Fans samt ihren Eltern und Lebensgefährten Kurt Gaubinger waren eine zusätzliche Motivation für Zettel. Müde aber zufrieden verließ sie am Sonntag Sölden Richtung Mölltaler Gletscher.

Dort wird in den nächsten beiden Wochen vor allem Slalom trainiert. Dazwischen ist ein kurzer Aufenthalt zu Hause geplant, ehe es am 8. November nach Schweden geht, wo sich das ÖSV-Damenteam auf den nächsten Weltcup-Slalom am 15. November in Levi (Finnland) vorbereitet. Von Levi geht es am 16. November direkt nach Übersee. Am 29. und 30. November stehen in Aspen Riesentorlauf und Slalom am Programm.

NÖN.at hatte am Samstag berichtet: