Paraski-Weltmeisterschaft: Barbara Aigner holte Goldmedaille

Erstellt am 26. Januar 2022 | 06:03
Lesezeit: 2 Min
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Klara Sykora und Barbara Aigner jubelten in Norwegen über die Goldmedaille im Riesentorlauf. Im Slalom stürzte Aigner und verpasste somit die zweite Goldene.
Foto: Gepa pictures/Angelika Warmuth
Beim ersten Weltmeisterschaftsrennen feierte die sehbehinderte Barbara Aigner mit ihrem Guide Klara Sykora die Goldene.
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Seit zwei Jahren fahren die 16-jährige Barbara Aigner und die Göstlingerin Klara Sykora zusammen. Und nun folgte der erste gemeinsame Höhepunkt bei einer Paraski-Weltmeisterschaft.

In Lillehammer (Norwegen) gewann das Duo die Goldmedaille im Riesentorlauf. Dabei war es für Barbara Aigner das erste Weltmeisterschaftsrennen. Auch starker Wind hielt die beiden nicht vor dem Erfolg ab. „Ich habe gesagt, ich lasse mich nicht aufhalten und gebe mein Bestes“, freute sich Barbara Aigner. „Wir sind überglücklich und stolz auf die Goldene.“ Beim abschließenden Einzelbewerb im Slalom gingen Aigner und Sykora als große Favoriten auf Gold ins Rennen. Doch Aigner kam auf dem Weg zu Platz eins schwer zu Sturz. Die 16-Jährige blieb zwar unverletzt, doch die Enttäuschung über die verpasste Goldmedaille war groß. „Ich war leider zu direkt und dann ist es sich nicht mehr ausgegangen“, analysierte Aigner ihren Ausfall.

Anerkennung der Guides wächst

Klara Sykora freute sich mit Aigner. Die Tochter von ORF-Analyst und Slalom-Weltcupsieger Thomas Sykora ist seit zwei Jahren gemeinsam mit Aigner unterwegs. Die Goldmedaille im Riesentorlauf war eine Belohnung. „Als Guide bin ich immer voll auf Babsi fokussiert und konnte daher nicht wirklich einschätzen, wie gut wir im Rennen liegen. Als im Ziel die Eins aufgeleuchtet hat, war ich umso stolzer und gönne ihr den Sieg von Herzen“, lobte Sykora ihre Partnerin.

Auch das Ansehen der Guides stieg bei der Weltmeisterschaft. „Wir müssen das Gleiche leisten wie die Sportler. In den letzten Jahren haben sich schon mehr Türen geöffnet. Ich bin sehr dankbar über diese Aufgabe“, sagt Sykora.