Pechhacker: Wie aus dem Bilderbuch. Thomas Pechhacker schwebt von Erfolg zu Erfolg. Der Purgstaller feierte bei den XXL-Trial-Games nicht nur einen EC-Sieg, sondern eroberte auch den Staatsmeistertitel.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 01. September 2014 (14:25)
In Vöcklabruck war Thomas Pechhacker eine Klasse für sich. Der Purgstaller flog geradezu über die Hindernisse.
NOEN, privat/Pechhacker
Was in den folgenden Zeilen skizziert wird, ist zwar „nur“ ein Zwischenbericht über die bisherige Saison des Thomas Pechhacker, beeindruckend liest sich die Aufzählung aber schon jetzt. Der Purgstaller ging bisher bei zwei Weltcupbewerben, zwei Europacupbewerben, der Europameisterschaft, der Staatsmeisterschaft und bei sieben Bewerben zum Austria-Cup an den Start.

Strahlender Sieger in Vöcklabruck

So weit so gut, werden Sie sich jetzt vielleicht denken. Ein Antreten an sich ist zwar schon eine starke Leistung, immerhin muss man ja überhaupt einmal dort hin kommen. Ein Sieg ist es aber noch keiner. Keine Sorge, ihre Zweifel werden zerstreut. Und wie die zerstreut werden.

Denn Anfang August jubelte Pechhacker über einen der sensationellsten Triumphe seiner noch jungen Karriere. Der 18-Jährige ließ beim UCI-Europa-Cup-Stopp in Vöcklabruck die gesamte Konkurrenz hinter sich und krönte sich zum strahlenden Sieger.

„Nach der Qualifikation lag ich hinter Sebastian und Lukas Krell aus Deutschland auf dem dritten Rang“, schildert Pechhacker. „In einem spannenden Finale konnte ich mich schlussendlich durchsetzen und über den Europacupsieg jubeln.“ Am zweiten Tag lag der junge Purgstaller nach der Quali auf Rang zwei, schwere Unwetter verhinderten allerdings die Durchführung des Finallaufes. Es blieb bei Rang zwei.

„Ein Europacupsieg, ein zweiter Platz und ein Staatsmeistertitel - ein wirklich sehr gutes Wochenende.“
Thomas Pechhacker

Doch damit noch nicht genug der Siege. Am dritten Tag der Vöcklabrucker XXL-Trial-Games standen die Österreichischen Meisterschaften auf dem Programm. Pechhacker setzte sich im Halbfinale von der Konkurrenz ab und ging somit als großer Favorit in die Entscheidung. Der Rolle wurde er, etwas wacklig aber doch, gerecht. „Das Finale verlief nicht optimal, aber ich habe es geschafft“, freute sich der erleichterte Purgstaller.

Dass Trial-Talent in der Familie Pechhacker übrigens zur Genüge vorhanden ist, zeigte Bruder Alexander. Er komplettierte, hinter Stefan Eberharter als Dritter das Staatsmeisterschaftspodest. Sein großer Bruder zog zufrieden folgendes Resümee: „Ein Europacupsieg, ein zweiter Platz und ein Staatsmeistertitel - ein wirklich sehr gutes Wochenende.“

Doch noch war die Saison für den Überflieger nicht zu Ende. Einem weiteren Weltcupstopp im französischen Meribel folgte eine knappe Woche später (nach Redaktionsschluss, Anm.) das absolute Saisonhighlight: die Trial-Weltmeisterschaften in Lillehammer (Norwegen).

„Mein Saisonziel habe ich jetzt schon übertroffen. Aber noch wartet mit der Weltmeisterschaft ein weiteres Highlight.“
Thomas Pechhacker

Wie es Pechhacker dort im hohen Norden ergangen ist, lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben der NÖN Erlauftal. Doch auch ohne die WM-Ergebnisse kann man der aktuellen Saison bereits jetzt, ohne schlechtes Gewissen und falsche Bescheidenheit, folgendes Prädikat anheften: wie aus dem Bilderbuch. Vor gut einem Jahr hatte der Trial-Shootingstar im Interview eines seiner Ziele für die kommende Saison formuliert: „Ich will in die Top Ten der Weltrangliste vorstoßen.“

Und wirft man einen Blick auf eben jene, am 12. August, veröffentlichte Weltrangliste, dann kann man nur den Hut ziehen. Denn seine bärenstarken Leistungen spülten Thomas Pechhacker sensationell auf den siebenten Rang. Chapeau!

Kurz vor der Abreise zu seinen nächsten Rennen war der Purg-staller dementsprechend zufrieden, aber trotz allem fokussiert: „Mein Saisonziel habe ich jetzt schon übertroffen. Aber noch wartet mit der Weltmeisterschaft ein weiteres Highlight.“