Gaflenz stößt Vöslau in die 2. Landesliga. Wieder Last-Minute-Gegentor für die Weiß-Elf. Für den Klassenerhalt brauchen die Thermalstädter jetzt schon ein kleines Fußballwunder. An der Spitze gibt’s mal wieder einen Wechsel: Ebreichsdorf löst Krems (0:0 in Kottingbrunn) ab.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 14. Mai 2015 (01:45)
NOEN, Alexander Wastl
Manuel Hofer (l.) und seine Kottingbrunner hatten Krems-Knipser Miro Slavov ganz gut im Griff.
Wöchentlich grüßt das Murmeltier. Bad Vöslau geht nicht unter, hält passabel mit – und steht mit leeren Händen da. Diesmal war’s ein Volleytreffer in letzter Minute, Blaz Udovcic hämmerte (zu) unbedrängt ein. Gaflenz scheint damit gerettet, die Elf von Rainer Weiß hängt unten fest. Weil der direkte Konkurrent Spratzern ein überraschendes Remis gegen Leobendorf geholt hat. Rückenwind gibt den St. Pöltnern auch die Rückkehr von Werner Bachmann. „Spratzern bleibt Spratzern und wird mir nie egal sein“, kommentiert der einstige Meistermacher sein Comeback als sportlicher Leiter.

Mitterböck stellt die Rute ins Fenster

Stichwort Abstiegskampf: Waidhofen hat sich mit einem 4:1 gegen Ober-Grafendorf eine gute Ausgangsposition erarbeitet, rangiert in der Frühjahrstabelle bereits im Mittelfeld. „In diesem Match ist es für uns um sehr viel gegangen“, weiß Trainer Karl Plank. Bei den Pielachtalern ist nach der enttäuschenden Vorstellung Feuer am Dach. „Das war stümperhaft“, geht Trainer Michael Mitterböck mit seinen Mannen hart ins Gericht. „Mit den Ausreden ist es nun vorbei, ab jetzt wird Tacheles geredet.“

Landesliga-Goalgetter heiß begehrt

Wer an der Spitze mitspielt und noch dazu am Fließband trifft, spielt sich in den Fokus. So geschehen bei Ebreichsdorfs Christoph Monschein. Er entschied mit seinen drei Toren die Partie gegen Retz (4:2). Nun trainiert er zur Probe bei Bundesligist Altach. Hervorragende Anlagen hat der pfeilschnelle Angreifer ja. Schon als Jungspund in der 2. Landesliga bei Brunn klopften Großklubs wie die Vienna an. Doch erst im Vorjahr entschied sich Monschein zum Wechsel, hat in Ebreichsdorf noch einmal einen Schritt nach vor gemacht. Umworben wird auch Krems-Knipser Miroslav Slavov. Der 1,97-Meter-Hüne ist beim SKN St. Pölten ein Thema. 13 Treffer allein in der Rückrunde sind jedenfalls die beste Profi-Bewerbung in eigener Sache.

Wortlos in die 0:3-Pleite

Eine 0:3-Niederlage setzte es für den SC Zwettl bei den im Frühjahr schwächelnden Kickern des SV Würmla. „Das war heute top für unsere Verhältnisse“, strahlt Mario Handl, der Coach der Tullnerfelder. Blankes Entsetzen herrscht dagegen im Waldviertel. Als klar feldüberlegene Truppe ließ man sich viel zu leicht auskontern. „Unglaublich, wie man so eine Partie verlieren kann“, wundert sich Sektionsleiter Harald Resch, „da fehlen mir die Worte.“

Joker machen Mannsdorf Beine

Frischer Schwung von der Bank – so setzten sich die Mannsdorfer gegen Ardagger durch. Vor allem die eingewechselten Gabriel Beck und Mesut Dogan trugen maßgeblich dazu bei, dass die Punkte bei der Pomper-Elf blieben. „Es ist uns gelungen, immer mehr von der Mauer aufzulösen, die wir vorgefunden haben“, umschreibt der Coach das „Abbruchunternehmen“.

Gipfeltreffen in Leobendorf

Um den Cup-Platz geht’s am Samstag in Leobendorf. Der Tabellendritte Kottingbrunn reist mit jeder Menge Selbstvertrauen an – dank sechs Spielen ohne Niederlage, nur zwei kassierten Gegentreffer in dieser Meisterschaftsphase. Der letzte Sieg der Sukalia-Elf gegen Leobendorf datiert allerdings schon vom Oktober 2013. Das Spitzenduo hat lösbare Aufgaben vor der Brust. Krems empfängt zur ungewohnten Sonntagsmatinée den SV Gaflenz, der ASK Ebreichsdorf reist als Favorit ins Mostviertel. Gegner Ardagger hat im Frühjahr erst sieben Punkte geholt.

1. NÖN-Landesliga

  Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Ebreichsdorf 25 19 2 4 69:28 41 59
2 SC Krems 25 17 6 2 74:23 51 57
3 Kottingbrunn 25 14 5 6 57:31 26 47
4 Leobendorf 25 12 9 4 66:37 29 45
5 Langenrohr 25 12 4 9 41:42 -1 40
6 St. Peter/Au 25 10 6 9 44:37 7 36
7 Zwettl 25 9 8 8 36:31 5 35
8 Mannsdorf 25 10 5 10 49:45 4 35
9 Würmla 25 10 5 10 35:34 1 35
10 Gaflenz 25 10 4 11 40:43 -3 34
11 Retz 25 9 2 14 38:48 -10 29
12 Waidhofen/Thaya 25 7 5 13 39:60 -21 26
13 Ardagger 25 7 5 13 34:55 -21 26
14 Ober-Grafendorf * 25 7 1 17 33:80 -47 22
15 Spratzern 25 4 7 14 26:54 -28 19
16 Bad Vöslau 25 5 2 18 22:55 -33 17

Die nächste Runde:

Donnerstag, 17 Uhr: Bad Vöslau - Mannsdorf (T. Fuchs; Mann, Köninger).

Freitag, 19.30 Uhr: Ardagger - Ebreichsdorf (Cerimagic; P. Wucherer, Zehrer), Langenrohr - Waidhofen/Thaya (Gnam; Marik, Radenkovic), Zwettl - Ober-Grafendorf (G. Gmeiner; D. Müller, Pottendorfer).

Samstag, 17 Uhr: Leobendorf - Kottingbrunn (Zeinzinger; F. Laschober, L. Jell), Retz - Würmla (Zidar; Daubeck, M. Pinnisch), St. Peter/Au - Spratzern (M. Lenz; H. Steininger, H. Katterbauer).

Sonntag, 11 Uhr: SC Krems - Gaflenz (Orsolic; Schewzik, Enachi).

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