Senftenberg macht Titelrennen spannend. Spitzenreiter Hollenburg muss sich mit Remis im Kremstal begnügen, muss am Donnerstag zum Tabellendritten Albrechtsberg. Der lachende Dritte heißt Getzersdorf. Plötzlich ist der Herbstmeister wieder im Rennen.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 14. Mai 2015 (02:00)
NOEN, Horst Sommer
Der Hollenburger Vjekoslav Ilak (links, im Zweikampf mit dem Senftenberger Patrick Gedl) rutschte gegen die Kremstaler im Frühjahr das erste Mal aus.
Die Wachauer Idylle wird zum „Schlachtfeld“. Denn der Titelkampf in der 2. Klasse erhielt am Wochenende neue Brisanz. Der große Sieger: Getzersdorf. Dabei spielte der Winterkönig nicht einmal! Weil Hollenburg erstmals im Frühjahr Punkte abgeben musste, übernimmt die Hasenberger-Elf nach Verlustpunkten wieder Platz eins.

Lange Gesichter beim Leader

„Wir haben wichtige Punkte im Rennen um den Meistertitel liegen gelassen“, bringt Hollenburgs Pressesprecher Martin Klein das Remis in Senftenberg auf den Punkt. Sieben Siege am Stück hatten die Ansprüche nach oben schnellen lassen. Klein: „ Eine doch sehr enttäuschende Leistung unserer Mannschaft!“

Spitz-Coach mit „Dreierpack“

Ganz schön zu kämpfen hatten die Spitzer gegen Lengenfeld. Zweimal mussten die Wachauer einen Rückstand egalisieren, ehe man doch noch davon zog – 4:2. Im Doppelpack traf Spitz-Spielertrainer Jürgen Gattinger. Die Vaterfreuden haben offenbar Flügel verliehen. Die Geburt von Tochter Hannah ist für den Coach und seine Frau Carina wohl der schönste Sieg.

Krcmarik ärgert Mautern

Michal Krcmarik bleibt Goalgetter Nummer eins. Im Doppelpack traf der Tscheche beim Schlager gegen Albrechtsberg. Dreimal gingen die Waldviertler in Front, mussten sich aber am Ende mit einem 3:3 gegen Mautern bescheiden. Nicht unzufrieden war Albrechtsberg-Kapitän Franz Seitner: „Wir haben auf Augenhöhe dagegen gehalten.“

Sauer dagegen Mauterns Coach Stefan Karl : „Durch drei Eigenfehler haben wir drei Tore kassiert. Ohne Krcmarik wäre Albrechtsberg bei Weitem nicht so stark.“ Neun Treffer in den letzten vier Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Schon in seiner Zeit bei Bergern war Krcmarik das Um und Auf, matcht sich nun mit dem Spitzer Ivan Cermak um die Schützenkrone.

Traismauer peilt Top-Fünf an

Nach Anlaufschwierigkeiten haben die Traismaurer gegen Nachzügler Fels ihre Pflichtpunkte eingefahren (3:1). Trainer Armin Wodiczka hat nun das Saisonziel Platz fünf wieder im Auge: „Wenn wir so weiterspielen können wir das noch erreichen. Das kommende Spiel gegen Spitz wird richtungsweisend.“

Weit mehr steht allerdings bei der Donnerstagspartie Albrechtsberg gegen Hollenburg am Spiel. Der Leader steht unter Zugzwang, denn Konkurrent Getzersdorf hat mit Lichtenau eine lösbare Aufgabe vor der Brust. Doch immerhin hat die Gretzel-Elf nach neun sieglosen Runden gegen Bergern am Wochenende erstmals wieder voll angeschrieben.

2. Klasse Wachau

  Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Hollenburg 20 13 5 2 52:28 24 44
2 Getzersdorf 19 13 3 3 50:19 31 42
3 Albrechtsberg 20 10 5 5 56:35 21 35
4 Mautern 19 10 4 5 53:26 27 34
5 Spitz 19 10 2 7 56:45 11 32
6 Senftenberg 19 8 6 5 38:35 3 30
7 Arnsdorf 19 8 4 7 35:33 2 28
8 Traismauer 19 7 6 6 37:36 1 27
9 Bergern 19 7 3 9 43:41 2 24
10 Lengenfeld 20 6 4 10 37:56 -19 22
11 Paudorf 20 3 5 12 28:53 -25 14
12 Lichtenau 20 2 5 13 23:60 -37 11
13 Fels 19 2 2 15 28:69 -41 8

Die nächste Runde:

Donnerstag, 16.30 Uhr: Albrechtsberg - Hollenburg (Flatzelsteiner).

Samstag, 17 Uhr: Mautern - Paudorf (Seizer), Traismauer - Spitz (H. Hinterberger); 20 Uhr: Lichtenau - Getzersdorf (Palgetshofer).

Sonntag, 17 Uhr: Arnsdorf - Fels (P. Schett), Lengenfeld - Bergern (A. Gruber), Senftenberg - Albrechtsberg (L. Deimel).

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