Jeder Treffer zählt. Das Führungs-Quartett ist punktegleich, daher rückt nun das Torverhältnis ins Zentrum des Interesses.

Von Christopher Eckl. Erstellt am 14. Mai 2015 (01:55)
NOEN, Maximilian Köpf
Kaum zu halten ist derzeit die SG Brand/Nagelberg (links: David Bujnovsky). Zuletzt gab es gegen Kirchschlag (rechts: Stefan Buchinger) ein 4:1 - der vierte Sieg in Folge.
40 Punkte – in so mancher Profi-Liga wird gerne von dieser Marke gesprochen, wenn es um den Klassenerhalt geht. In der „Süd“ bedeuten 40 Zähler die Eintrittskarte für das Meisterrennen! Alle vier Spitzenteams halten derzeit bei dieser Ausbeute. Immer interessanter wird daher nun der Blick aufs Torverhältnis. Das bewies Arbesbach bereits am Samstag. „Wir wollten gegen Martinsberg zumindest mit plus drei Treffern gewinnen“, erklärte Trainer Stephan Mayrhofer. Dies gelang genau, somit wurde die Tabellenführung hauchdünn übernommen.

Erster Rückrunden-Erfolg für Ottenschlag

Die Sollmarke für den UFC legte Kirchberg bereits am Freitag vor. In Bad Großpertholz, also bei einem weiteren Team aus dem „40er-Club“, siegte die Elf um Spielertrainer Andreas Bachhofner-Wurm ebenfalls mit 3:0. Die Torbilanz nur unmerklich verbessert hat Titelanwärter Eibenstein in Langschwarza. Stürmer Michal Meduna vergab zahlreiche Chancen, traf dennoch zum 1:0-Endstand. Eine starke zweite Hälfte bescherte der SG Brand/Nagelberg einen 4:1-Sieg gegen Kirchschlag. Aufatmen darf Ottenschlag: der 3:0-Heimsieg gegen Hoheneich bedeutet den ersten Rückrunden-Erfolg am grünen Rasen.

Rechenschieber wird gezückt

Vorm nächsten Spieltag wird nun bei den Spitzenteams der Rechenschieber gezückt. Da bei Arbesbach in der kommenden Runde kampflos ein 3:0-Erfolg gegen Harbach aufs Konto kommt, brauchen die heimstarken Kirchberger gegen Langschlag einen Sieg mit zumindest vier Treffern Vorsprung, um sich vor dem UFC an die Spitze zu setzen. Da mit einer deutlich geringeren Tordifferenz ausgestattet, muss Eibenstein auf einen Ausrutscher ganz oben hoffen. Ein eigener Erfolg gegen Kirchschlag ist Grundvoraussetzung, um weiterhin vom Titel träumen zu dürfen.

Bad Großpertholz mit ungemütlichster Ausgangsposition

Die ungemütlichste Ausgangsposition des Führungs-Quartetts hat Bad Großpertholz. Man ist zwar mit den drei anderen Teams punktegleich, hat aber die Partie vom letzten Spieltag bereits vorgezogen. Dem USC könnte es also blühen, Mitte Juli erste Reihe fußfrei zusehen zu müssen, wie ein Konkurrent den Meisterpokal einsackt. Zur Tat schreiten die Pertholzer am kommenden Sonntag in Hoheneich, dort sind drei Punkte fix eingeplant. Der SV Langschwarza, die bisher schwächste Elf der Rückrunde, möchte die Bilanz im Rahmen des Gastspiels in Martinsberg aufpolieren. Brand/Nagelberg misst sich mit Ottenschlag. Keine leichte Aufgabe für den USC, denn die Spielgemeinschaft schwimmt auf der absoluten Erfolgswelle, hat die letzten vier Spiele allesamt für sich entschieden.

2. Klasse Waldviertel Süd

Rang Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1   Arbesbach 18 13 1 4 53:16 37 40
2   Kirchberg/Walde 18 12 4 2 59:23 36 40
3   Eibenstein 18 12 4 2 41:26 15 40
4   Bad Großpertholz 19 13 1 5 41:29 12 40
5   SG Brand/Nagelberg 19 8 4 7 37:26 11 28
6   Kirchschlag/Waldv. 18 6 6 6 32:26 6 24
7   Hoheneich 18 6 5 7 30:35 -5 23
8   Ottenschlag 18 6 2 10 37:42 -5 20
9   Langschlag 19 5 5 9 30:39 -9 20
10   Langschwarza 18 4 4 10 20:36 -16 16
11   Martinsberg 19 3 1 15 13:62 -49 10
12   Harbach ** 18 3 1 14 16:49 -33 10

Die nächste Runde:

Samstag, 17 Uhr: Eibenstein - Kirchschlag (Deim), Kirchberg/Walde - Langschlag (Allinger).

Sonntag, 17 Uhr: Hoheneich - Bad Großpertholz (Sevcik),
Martinsberg - Langschwarza (G. Rogner), Ottenschlag - Brand/Nagelberg (Erich Karner).

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