Ab nach Amstetten. Das Strasshofer Top-Talent Daniel Meissner (19) soll eine tragende Rolle beim Mostviertler Spitzenverein spielen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. Juli 2014 (10:21)
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Daniel Meissner aus Strasshof wechselt zur neuen Saison von seinem Stammvereine Aon Hotvolleys Wien nach Amstetten. Im Westen Niederösterreichs soll der Marchfelder als Libero mithelfen, den Sechsten der abgelaufenen Spielzeit ins Halbfinale zu bringen.

Dazu rüsteten die Amstettner auf und verpflichteten neben Meissner noch zwei weitere Ex-HotVolleys: Außenangreifer Thomas Tröthann, mit dem Meissner im Sommer die Beachvolleyballplätze Österreichs unsicher macht, und den slowakischen Diagonalangreifer Matej Hukel. Was waren jetzt die Beweggründe von Meissner nach Amstetten zu wechseln? Zum einen die sportlich und finanziell prekäre Lage bei den Hotvolleys. Die erfolgreichste Volleyballmannschaft Österreichs kämpft ums Überleben, der Gang in die zweite Bundesliga oder gar in die Landesliga ist fix. „Und da muss ich einfach auf meine Karriere schauen.“

Spielpraxis wichtigstes Entscheidungskriterium 

Zum anderen passte das Gesamtpaket bei Amstetten: „Für mich war am Wichtigsten, dass ich regelmäßig zum Spielen komme.“ Ist er doch als Einser-Libero eingeplant, da Trainer Martin Kop hohe Stücke vom 19-jährigen Juniorennationalteamspieler hält. „Es gab auch andere Angebote, aber nur hier bekomme ich die Spielzeit“, glaubt Meissner, der sich in Amstetten auch langsam an das Herrennationalteam rantasten will. Wie wichtig das ist, bewies der Strasshofer dieses Frühjahr. Nach der Verletzung von Teamlibero Matthias Kienbauer rutschte er in die Startsechs der Hotvolleys und führte die Wiener zum dritten Platz in der Meisterschaft.

„Erst da habe ich gemerkt, wie wichtig die Spielpraxis ist. In den paar Wochen habe ich mich mehr weiterentwickelt, als in den Jahren zuvor.“ Stichwort Entwicklung: Der Youngster wird nicht nur in Amstetten wohnen, sondern auch ein Fernstudium in Linz beginnen. „Nur vom Volleyball leben wird schwierig werden, ganz besonders in Österreich. Aber so kann ich meinen Profitraum einmal anfangen zu leben.“