Deutsch-Wagramer Alligatoren wollen bissiger werden. Nach zwei Jahren als „Schießbude der Liga“ wollen sich die Deutsch-Wagramer endlich in der 2. Bundesliga behaupten.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 23. September 2020 (00:57)
Burschen, wir müssen hinten besser stehen! Neo-Coach Lukas Hofer beim Cup-Spiel gegen Güssing/Jennersdorf.
Johann Newetschny

Am Samstag ist es soweit: Die neue Saison der 2. Bundesliga der Herren geht endlich los. Auf die Union Deutsch-Wagram Alligators wartet das Auswärtsspiel in Mattersburg, ein knüppel harter Auftakt. Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Start:

... wie verlief die Vorbereitung?

Grundsätzlich zufrieden stellend, für den Assistant Coach Hannes Quirgst ist nicht zu übersehen, „dass sehr viel Potenzial vorhanden ist“. Einzig an der Feinabstimmung muss beim neu zusammengestellten Kader noch gearbeitet werden. Zudem gab es nur ein Testspiel gegen den Kooperationspartner D.C. Timberwolves, das mit 55:80 verloren wurde. Dafür war die Cuppartie gegen Güssing/ Jennersdorf (Anm.: siehe Spielbericht unten) als Generalprobe fast wie eine weitere Vorbereitungspartie.

... wie sieht der Kader aus?

Es gab einige Abgänge zu verzeichnen: Marko Goranovic, Paul Rotter und Jakob Lohr haben den Sprung in den Bundesligakader des Kooperations partners geschafft und werden den Alligators heuer nicht zur Verfügung stehen. Elias Wlasak wechselte zum Ligakonkurrenten Mistelbach Mustangs. Zudem werden die Alligatoren Lukas Geyrhofer und Andi Mayer das Alligators-Landesligateam verstärken.

Dafür blieb der Stamm um Simon Marek, Patrick Schmid, Jan Kvasnicka, Martin Wustinger und Max Pelz erhalten. Mit Branislav Balvan sowie den wieder fitten Mark Laurencik und Janis Tomaschek werden drei Timberwolves erneut das Alligators-Dress überziehen, ganz zu schweigen von den sieben Neuzugängen.

... und wie sind die Neuen?

Neu hinzu kamen Guard Julian Pietersen sowie Forward Victor Onwodiwe von den Vienna Timberwolves, ebenso Forward Nikhil Sacher, er sammelte bereits in der Vorsaison bei den Mistelbach Mustangs Erfahrung.

Als Guard stößt mit Nikola Letic ein junger talentierter Spieler zu den Marchfeldern, der in der letzten Saison bereits regelmäßig bei den Flyers aus Wels im Einsatz war. „Er ist ein echter Rohdiamant, soll bei uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen und uns sofort weiterhelfen“, hofft Quirgst. Ebenfalls als Guards kommen mit Daniel Schuch von WAT 3 und Bruno Golino von Vienna United zwei junge Spieler, um hier Zweitliga-Erfahrungen zu sammeln.

Auf den großen Positionen gab es den „Königstransfer“: Der 2,08 Meter große Center Lorenz Rattey soll Deutsch-Wagram die nötige Stabilität und Erfahrung unter dem Korb geben. Rattey spielte lange Jahre in Salzburg und war im letzten Jahr im Superligakader der Basket Dukes. Mit Philipp Preisinger stößt noch ein athletischer Forward dazu, der viel Energie und Erfahrung aus der 2. Bundesliga einbringt.

...was ist das Saisonziel?

„Ganz klar, wir wollen nicht mehr Letzter werden wie in den letzten beiden Jahren. Mir ist die Entwicklung der Jungs zwar wichtig, aber vielleicht können wir ja an den Play-off-Plätzen schnuppern“, fasst der neue Head-Coach Lukas Hofer die Ziele zu sammen.

... wie macht sich der neue Trainer?

Der ehemalige Kapitän der Deutsch-Wagramer kommt gut bei seinen jungen Spielern an, und vor allem die Zusammenarbeit mit Quirgst ist absolut harmonisch. Kein Wunder, dass Manager Manfred Kvasnicka meint: „Lukas (Anm.: Hofer) war mein absoluter Wunschkandidat als Trainer – dank seiner Nachwuchsarbeit haben wir den Sprung in die Zweite Liga geschafft und ich bin sicher, dass er unser Team weiter nach vorne bringen kann.“