Gold bei der Uni-EM in Portugal. Kata Takács (26) aus Deutsch-Wagram wurde mit dem Team der Uni Wien im portugiesischen Coimbra Europameisterin.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 08. August 2018 (02:06)
privat
„Goldiger“Ausflug nach Portugal:KataTakács.

Die Auswahl der Universität Wien mit der gebürtigen Deutsch-Wagramerin Kata Takács unter Coach Andi Worenz ist Universitäts-Europameister 2018! Bei den EUSA European Universities Games in Coimbra, Portugal, gab es in sechs Spielen ebenso viele Siege. In einem hochklassigen und über weite Strecken ausgeglichenen Finalspiel besiegten die Uni-Wien-Mädls die Université Toulouse II – Jean Jaures (Frankreich) mit 63:53.

„Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet. Wir wussten zwar, dass wir stark besetzt sind, aber dass wir letztendlich mit Gold nach Hause kommen, war eine riesen Überraschung“, war Takács im NÖN-Gespräch noch immer baff. Ihr Team wuchs quasi mit dem Turnierverlauf: „Wir sind in eine ziemlich starke Gruppe gelost worden, erst als wir dann dort Gruppenerster wurden, war uns bewusst, dass da vielleicht mehr drin ist.“

Österreich war ja im letzten Topf bei der Auslosung und in einer schweren Gruppe mit Portugal, Ungarn und Rumänien.

Zwei „Großmächte“ wurden eliminiert

Als Gruppen erster bekamen es die Wienerinnen mit Russland zu tun. Nach dem Viertelfinalsieg wartete die nächste Basketballnation, nämlich Spanien. Auch dieses Spiel konnten die Österreicherinnen für sich entscheiden, und so war die erste Medaille für ein österreichisches Team bei EUSA Games bereits gesichert.

In Österreichs Team waren auch einige Nationalteamspielerinnen, darunter Takács, vertreten. Für die Marchfelderin waren es auch ihre ersten Einsätze nach ihrer schweren Kniever letzung (Anm.: Kreuzbandriss im Sommer 2017).

„Im Nach hinein war es die beste Ent scheidung, zu spielen. Davor gab es nämlich ein langes Hin und Her, ob ich da mitspielen soll bzw. ob es schon der richtige Zeitpunkt für ein Comeback ist“, schilderte Takács. Doch kurz vor dem Abflug bekam sie von ihrem Trainer bei den Girolive Panthers Osnabrück aus der zweiten deutschen Bundesliga die Erlaubnis für ein paar Kurzeinsätze. „Es hat sich gut angefühlt. Ich habe mich zwar noch ein bisschen zurückgehalten, aber ab dem Herbst kann es dann hoffentlich voll los gehen.“ Der Startschuss für die zweithöchste Spielklasse unseres Nachbarlandes ist übrigens Ende September.