Sensationslauf von Takács-Team wurde abrupt gestoppt. Kata Takács und die Girolive Panthers Osnabrück mischten die deutsche Bundesliga auf, ehe das Coronavirus Spielverderber war.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 20. Mai 2020 (04:41)
Stolz auf ihre U14-Mädels: Kata Takács (re.).
privat

Die Coronakrise hat den Sport in ganz Europa fest im Griff – auch im Norden Deutschlands, wo die Saison der Gänserndorferin Kata Takács mit ihren Girolive Panthers Osnabrück in der 1. DBBL, Deutschlands oberster Spielklasse, ebenfalls abrupt zu Ende ging.

„Innerhalb einer Woche ging es Schlag auf Schlag, täglich hat uns eine neue schlechte Nachricht erreicht. Die Rede war von Geisterspielen bis zur Unterbrechung der Liga, und dann ist es letztendlich zum kompletten Abschluss der Saison gekommen. Das hat uns schon sehr, sehr hart getroffen“, er innert sich die ehemalige Spieler in der Union Deutsch-Wagram Alligators mit Schrecken zurück.

Bitter: Als Aufsteiger winkten die Play-offs

Vor allem, weil sie mit ihren Osnabrückerinnen in einer sehr guten Verfassung war, man als Aufsteiger ziemlich locker die Play-offs erreicht hätte und ganz allgemein als DAS Überraschungsteam der Liga galt. Doppelt bitter: Nur noch ein Spiel des Grunddurchgangs hätte gefehlt, dann wäre es endlich zum Highlight Play-offs gekommen. Für Takács hat das von einem Tag auf den anderen auch ihren kompletten Alltag verändert, denn neben ihren zwei eigenen Trainings am Tag war sie auch als Trainerin in drei Nachwuchsteams eingebunden.

Eine weiße Weste als Nachwuchscoach

Mit einem davon, den U14-Mädels der Panthers, gewann sie mit dem Rekord von 10:0 Siegen sogar die Bezirks

liga. „Das ist dann schon eigenartig, auf einmal nicht in der Halle zu sein“, seufzt die 28-Jährige, die allerdings nicht untätig bleibt: „Wir Trainer machen zur Zeit über Social Media täglich Home Workouts für die Kinder, damit sie in Bewegung bleiben und das Ballgefühl nicht komplett verlieren.“

Stichwort in Bewegung bleiben: Die Spielerinnen der Panthers sind schon wieder fleißig am Trainieren, zwar nicht in der Halle, aber in einem Fitness Außenbereich eines Sport- und Gesundheitszentrums in Osnabrück. Und in einem umfunk tionierten Parkdeck (!) können sogar wieder Körbe geworfen werden.

Wie sieht es eigentlich mit Takács Zukunft aus? „Ich war mit Osnabrück bezüglich der nächsten Saison schon in guten Gesprächen, das muss jetzt aber pausieren, weil man ein wenig abwarten muss, wie hart diese Zeit den Verein und vor allem seine Sponsoren auf wirtschaftlicher Ebene trifft. Es besteht aber beidseitiges Inter esse, dass ich bleibe.“