Faustball: Hallenbundesliga findet in Blase statt. 1. Bundesliga der Damen findet an zwei Wochenenden im Rahmen einer „Bubble“ statt.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 20. Januar 2021 (00:05)
Initiator der Frauen-Hallenbundesliga: Wolfgang Ritschel-Roschitz.
privat

Lange Zeit war es unsicher, ob, und wenn ja, wann heuer wegen Covid-19 eine Hallenbundesliga durchgeführt wird. In der Vorwoche beschlossen die Bundesligakommission und das Präsidium des österreichischen Faustballbundes nun, eine Meisterschaft in Form einer „Bubble“ zuzulassen.

Was heißt das? In einer sogenannten Blase, in diesem Fall im Bundessport- und Freizeitzentrum Faak am See, werden sich sieben Vereine der obersten Frauen-Spielklasse zusammenfinden und an zwei Wochenenden ihren Meister ausspielen. Dabei gibt es regelmäßige Testungen und Abschottung gegen alle äußeren Einflüsse.

Die Idee dazu hatte Wolfgang Ritschel-Roschitz, Cheftrainer der Spielgemeinschaft Wolkersdorf/Neusiedl. „Ich habe mir schon im Frühherbst Gedanken gemacht, wie wir es trotz Corona schaffen können, in der Halle zu spielen. Mich freut es ungemein, dass mein Konzept den Verband überzeugt hat“, erklärt Ritschel-Roschitz. So ging es übrigens auch den meisten Vereinen, denn sieben von neun stimmten dafür. Einzig bei zwei Klubs spielten finanzielle bzw. terminliche Bedenken eine Rolle. Aber immerhin findet eine Meisterschaft statt, ganz im Gegensatz zu den Herren, wo sich nur fünf Klubs dafür aussprachen, weshalb die benötigte Zwei-Drittel-Mehrheit fehlte. „Das ist zwar schade, aber so haben wir hoffentlich größere Aufmerksamkeit“, sieht es Ritschel-Roschitz positiv.

Somit gehen die Spiele am 13./14. und 20./21. Februar über die Bühne. Um auch Werbung für den Faustball zu machen, wird es eine umfassende Live-Berichterstattung geben, wie Ritschel-Roschitz verriet: „Wir wollen alle Spiele, Stimmen und Stimmungen einfangen. Und ich will natürlich einen starken Auftritt meiner Mädels (lacht).“

Ziel ist ganz klar eine Medaille

Stichwort SPG Wolkersdorf/ Neusiedl: Kapitänin Antonia Ritschel-Roschitz und Co. stehen schon voll im Saft, sie können dank Hilfe der Gemeinde immer am Wochenende in Wolkersdorf trainieren. Die Zielsetzung ist klar: „Wir haben am Feld eine Medaille gewonnen, also muss das auch unser Ziel in der Halle sein“, findet Trainer Wolfgang Ritschel-Roschitz.