Statt Auflösung gibt’s neuen Elan beim BSV Spannberg

Erstellt am 22. Juni 2022 | 02:02
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8390859_mars25bogensport_spannberg.jpg
Endlich wieder Leben auf der Spannberger Bogensportanlage! Einige der jungen – und nicht mehr ganz so jungen – Teilnehmer beim zweitägigen Pfingstturnier des neuen, alten Vereins BSV Artemis Spannberg.
Foto: privat
Der BSV Spannberg begann die Ära als BSV Artemis Spannberg mit einem zweitägigen Turnier für Profis und Einsteiger.
Werbung

Ruhig war es im vergangenen Jahr rund um den Bogensport in Spannberg – nicht nur wegen der Pandemie, sondern auch, weil es beim Traditionsverein BSV Spannberg einschneidende Veränderungen gab.

Der langjährige Obmann Gottfried Hahn legte all seine Vorstandsfunktionen zurück und trat mit Ende 2021 komplett aus dem Verein aus. Schon davor minimierte sich der Mitgliederstand dramatisch, sodass sogar eine Auflösung des Vereins angedacht wurde. Dabei hat der Bogensport in Spannberg seit über 20 Jahren Tradition und ist nicht nur Bogensportlern ein Begriff.

Doch die verbliebenen Mitglieder suchten einen Weg, den Verein weiterführen zu können, und fanden Unterstützung bei UBSC Artemis Bogensport. Die Artemis-Bogensportfamilie ist ein Zusammenschluss in einem Dachverband von kleineren und größeren Bogensport vereinen in Niederösterreich und Wien, die gemeinsam analoge und digitale Vereinslogistik bewältigen. So wurde aus dem BSV Spannberg der BSV Artemis Spannberg.

Landesmeisterschaft war das erste Highlight

Damit konnte der Bogensport wieder in den Vordergrund treten und Vorsitzender Wolfgang Hoyer und Standortleiter Paul Jirout freuten sich, ein lizenzpflichtiges Sternturnier und die niederösterreichische Landesmeisterschaft sowie für den Breitensport einen Jugend- und Anfänger-Cup nach WA-Olympic-Round-Reglement ausrichten zu dürfen. Tag eins war dominiert vom Leistungssport, 61 Sportler aus Niederösterreich, Wien, dem Burgenland und der Steiermark stellten sich bei heißen Bedingungen dem Bewerb. Die Sternturnierwertung ist auch für Bogenschützen aus anderen Bundesländern interessant. Den höchsten Wert erreichte Thomas Preisser von WZB Zwettl in der Compound-Klasse mit 1.346 Ringen.

Tag zwei stand dann im Zeichen des Nachwuchses: 35 Kinder und Jugendliche von neun bis 18 Jahre und Anfänger im Erwachsenenalter standen an der Schusslinie. Roman Till vom Verein zur Förderung der Jugend im olympischen Bogensport lobte das BSV-Artemis- Spannberg-Team und seine externen Helfer für die professionelle Organisation des Jugend- und Anfänger-Cups. Auch Bürgermeister Herbert Stipanitz war froh, dass der Verein wieder so ein Turnier veranstalten konnte.