Jurij Rodionov als echte ÖTV-Zukunftsperspektive. Mit dem ersten Einsatz im österreichischen Davis-Cup-Team ist dem Matzener Jurij Rodionov ein weiterer wichtiger Meilenstein seiner Karriere gelungen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 02. Februar 2019 (10:40)
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Jurij Rodionov

Erstmals hat sich Jurij Rodionov in Salzburg auch im Traditions-Mannschaftsbewerb einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Und er hat gezeigt, dass der ÖTV mit dem 19-jährigen Niederösterreicher eine echte Zukunftsperspektive hat.

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Nicht umsonst hat der Internationale Tennisverband (ITF) Rodionov schon zum zweiten Mal en suite eine Spezialförderung in Höhe von 25.000 Dollar (21.794,09 Euro) zukommen lassen. Auch aus internationaler Sicht hat man das Potenzial des in Nürnberg geborenen Sohns weißrussischer Eltern also erkannt.

Rodionov "fightet bis zum Ende"

Auch ÖTV-Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek hat den Auftritt Rodionovs (am Freitag 5:7,5:7 gegen den chilenischen ATP-41. Nicolas Jarry) mit Freude zur Kenntnis genommen. "Bei dem ist viel drinnen, weil die Einstellung definitiv passt. Ich habe es schon in Kitzbühel gemerkt. Das ist einer, der echt will, fightet bis zum Ende, und dementsprechend trainiert er auch", berichtete Koubek.

Auch die Integrierung ins ÖTV-Team hat für den "Ersatzmann" für den angeschlagenen Dominic Thiem bestens funktioniert. "Er hat die Woche super trainiert und ist auch sehr gut vom Team aufgenommen worden", sagte Koubek. "Jurij ist ein richtiger Bär, er hat Kraft, ist fit, kann sich bewegen."

Noch heuer unter die Top 100

Rodionov hat sich selbst hohe Ziele gesetzt. Er möchte noch 2019 die Top 100 knacken und in fernerer Zukunft scheut er sich nicht, die Top 20 oder Top Ten anzusprechen. "Alles, was er sich vornimmt, wenn er weiter hart dafür arbeitet, ist möglich", glaubt Koubek, der einst selbst einmal in der Weltrangliste bis auf Platz 20 vorgestoßen ist. "Ich freue mich schon auf die Zukunft, weil so einen brauchen wir. Wenn er so weitermacht, wird er ein fixer Bestandteil vom Team sein."

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Auch Koubeks Pendant, der zweifache Olympiasieger Nicolas Massu und Kapitän der Gäste aus Chile, zollte dem Noch-Teenager (Rodionov wird am 16. Mai 20 Jahre alt) allen Respekt. "Er schaut körperlich sehr stark aus. Er ist Linkshänder, spielt jetzt schon gut und kann sich in der Zukunft sehr verbessern. Für Österreich ist das eine gute Zukunft, einen Spieler wie ihn zu haben. Er ist ein kompletter Spieler und kann auf allen Belägen gut spielen", meinte Massu.