Dauer(b)renner Bruckner beim Vienna City Marathon. Auch bei der 38. Auflage des Vienna City Marathon in Wien am Sonntag nahm der Deutsch-Wagramer Bernhard Bruckner (54) teil – und schaffte es, wie jedes Jahr, ins Ziel.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 15. September 2021 (03:35)
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Hatte sich sein Bier im Ziel verdient: Bernhard Bruckner, der Deutsch-Wagramer „Dauerläufer“ beim Vienna City Marathon.
privat

Der 38. Vienna City Marathon (VCM) hat am Sonntag in Wien endlich wieder für ein Lauffest gesorgt. Bei den diversen Bewerben wurden am Wochenende laut Ergebnislisten insgesamt rund 17.500 Finisher verzeichnet. Einer von ihnen war Bernhard Bruckner aus Deutsch-Wagram – selbstverständlich, müsste man hinzufügen, zählt Bruckner doch zum kleinen, aber feinen Kreis jener sieben Männer, die bei jedem VCM seit 1984 über die „Königsdisziplin“ von 42,195 Kilometern das Ziel erreicht haben.

Nach einer kurzen Erholungsphase nahm sich der 54-Jährige am Montag Zeit, um seine 38. Teilnahme Revue passieren zu lassen, und sprach ...

... über die äußeren Bedingungen

„Auf der Wienzeile war es mörderisch heiß, dafür auf der Praterallee angenehm schattig. Ich laufe ja gerne bei der Hitze, deswegen empfand ich es als angenehm. Meine Zeit (Anm.: 4:36 Stunden) war aufgrund der hohen Temperaturen dennoch nicht allzu schnell.“

... über die Vorbereitung

„Ich habe es heuer relativ locker genommen, auch weil wir ja lange nicht wussten, was überhaupt möglich ist. Dafür spüre ich heute meine Muskeln, aber damit kann ich leben (lacht).“

... über das Covid-19-Präventionskonzept

„Es war gar nicht viel anders als sonst, auch weil die Leute extrem diszipliniert waren. Ich habe niemanden murren oder meckern gehört.“

... über die Stimmung entlang der Strecke

„Ich hätte mit weniger Leuten gerechnet, aber entlang der Strecke war echt viel los. Das hat echt gutgetan und extra motiviert. Für uns alle war das ein Schritt zurück in Richtung Normalität.“

... über einen Vorteil von Corona

„Früher war es immer so, dass es sich am Praterstern extrem gestaut hat, weil dort alles zusammenkam. Mit den neuen Startblöcken und Zeitintervallen ist das Feld aber ordentlich auseinandergezogen worden, weshalb es diesmal angenehm war.“

... über die Organisation generell

„Es ist eine hochprofessionelle Veranstaltung, da passt alles. Hut ab vor Wolfgang Konrad. Da gibt es andere große Stadtmarathons, die das nicht so hinbringen.“

... über seine Zukunft beim Wien-Marathon

„Er ist ein Fixpunkt, das wird er bleiben, solange ich laufen kann. Aber da der nächste schon im April 2022 ist, heißt es für mich: Nach dem Marathon ist vor dem Marathon (lacht).“

... über den sportlichen Rest des Jahres

„Jetzt heißt es regenerieren, und im November bin ich noch beim Charity-Marathon in Schwarzach im Pongau in Salzburg für „Licht ins Dunkel“ im Einsatz. Darauf freue ich mich.“