Rainer Predl: Das Herz will den Rekord. Am Samstag startet der Lasseer Rainer Predl seinen Weltrekordversuch von 1.793 Kilometern in 14 Tagen auf dem Laufband. Vorab verriet er noch wahnwitzige Details.

Von David Aichinger und Peter Sonnenberg. Erstellt am 06. Februar 2019 (04:12)
privat
Steht wieder am Laufband: Extremläufer Rainer Predl aus Lassee.
 

Es ist so weit, am Samstag nimmt der Lasseer Extremläufer Rainer Predl seine wohl größte sportliche Herausforderung in Angriff: Der 29-Jährige wird im Fitnessstudio „MegaFIT“ in Gänserndorf versuchen, den 14-Tage-Weltrekord auf dem Laufband bzw. die größte jemals zurückgelegte Distanz auf dem Laufband zu knacken (die NÖN berichtete).

Eine wahnwitzige Idee, die zu diesem witzigen Sportler aus dem Weinviertel passt. Und eine, die er nach dem ersten „Laufband-Abenteuer“ – 852,46 Kilometer in sieben Tagen im Jahr 2015 – noch kategorisch ausgeschlossen hatte. Sein damaliger „Schwur“: „Das mach ich nie wieder.“

Doch schon ein paar Wochen später konnte Predl „meine Klappe nicht halten“ und verriet der NÖN, dass ihn ein weiterer Versuch, eventuell sogar über 14 Tage, „schon reizen“ würde. Von da an liefen Überlegungen, und es kam, wie es kommen musste: „Ich hab dann meinen Dickschädel gehabt, und es sind die 14 Tage geworden (lacht).“

"Das Herz will das, und deshalb mach ich das"

Ob ihm seine Trainer von diesem Versuch abgeraten hätten, wollte ein interessierter Beobachter wissen, deren Fragen Predl sammelte und bei der Auftakt-Pressekonferenz am Sonntag via Livestream beantwortete. „Es raten mir sehr viele ab“, verwies der Lasseer schmunzelnd auch auf Teamkollegen aus dem Ultra-Nationalteam: „Da sagen sie auch, das ist deppert und verrückt. Aber das Herz will das, und deshalb mach ich das.“

Auf besagtem Medientermin verriet Predl am Sonntag weitere wahnwitzige Zahlen rund um sein neues-tes Abenteuer, das er selbst den „längsten Lauf meines Lebens“ und den „härtesten Weltrekord der Welt“ nennt. Die Wesentlichste, die, um die sich alles dreht, war bereits bekannt: 1.793 Kilometer. Das ist die bisher längste Strecke, die auf einem Laufband zurückgelegt wurde – von einem Kanadier in 30 Tagen. Predl versucht, diesen Wert in zwei Wochen zu knacken, er muss dafür an 14 Tagen in Folge 130 Kilometer zurücklegen. Schlafen wird er nur rund zwei Stunden täglich, dazu ordentlich an Gewicht verlieren. Beim Sieben-Tage-Rekord waren es fünf Kilo, diesmal wohl noch ein Stückchen mehr.

Weitere Fun-Facts: Neun Paar Laufschuhe stehen bereit, wegen der zunehmend anschwellenden Füße von der eigentlichen Größe 44,5 bis Größe 48. Alle 100 Kilometer geht ein Leuchtsignal in den Gänserndorfer Himmel, und täglich ab 21 Uhr darf der Ex-tremsportler zur Belohnung „seine“ TV-Serien über eine Leinwand schauen. Predl lacht: „In der Arbeit haben sie mich gehäkelt und gesagt, ich soll mir lieber Forrest Gump anschauen.“

Ansonsten hofft er auf viele Fans, die rund um die Uhr kommen können, Unterstützer auf den Begleitlaufbändern und -ergometern, und natürlich Spenden. Der gesamte Erlös kommt nämlich wie immer einem karitativen Zweck zu Gute, diesmal der Pfotenhilfe Lochen.

Mehr Infos: www.rainerpredl.com