Rainer Predl: "Habe Laufen vermisst“. Der Lasseer Rainer Predl (27) wird wieder in die Laufschuhe schlüpfen und 2018 für Österreich an der 100-Kilometer-Straßenlauf-Weltmeisterschaft in Kroatien teilnehmen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 06. Dezember 2017 (02:14)
privat
Predl und seine Unterstützer: Rainer Winninger, Manuel Winninger, Rainer Predl, Karin Winninger und Roman Winninger (von links).

Für den Lasseer Ultraläufer Rainer Predl geht es wieder zurück zu den Wurzeln. Nach seinem Umstieg auf den Marathon 2015 und seinen gesundheitlich bedingten Wechsel auf das Rad im letzten Jahr schlüpft der 27-Jährige jetzt wieder in die Laufschuhe. Das große Ziel ist dabei die 100-Kilometer-Straßenlaufweltmeisterschaft in Kroatien im kommenden September. Quasi als Generalprobe tritt er beim 7. Benefizlauf in Lassee im März an, wo er einen neuen öster-
reichischen Rekord im Sechs-Stunden-Lauf aufstellen will.

Im Gespräch mit der NÖN erklärt Predl, warum er wieder zu seinen Anfängen zurückkehrt: „Vor allem habe ich das Laufen vermisst. Gesundheitlich geht es mir nach meinen Knie- und Bandscheibenproblemen wieder einigermaßen, also wollte ich wieder voll angreifen. Meine Motivation ist auf jeden Fall unheimlich groß (lacht).“ Um für diese WM auch gerüstet zu sein, absolviert er derzeit schon zwischen 100 und 200 Trainings kilometer pro Woche. „Aber das ist nur zum Warmwerden“, zwinkert der Marchfelder.

"Rekord ist ein absolut realistisches Ziel"

Was ist sportlich drinnen? „Ich weiß, dass ich die 100 Kilometer in knapp unter 7:10 Stunden laufen kann. Wenn ich mir meinen Schnitt über 10 km im Training ansehe, also so zwischen 35 und 36 Minuten, dann kann man sich leicht ausrechnen, das der Rekord ein absolut realistisches Ziel ist.“

Schwer wird es laut Predl aber trotzdem: „Bei Ultralaufveranstaltungen gibt es so viele Faktoren, die du berücksichtigen musst bzw. auch nicht planen kannst: das Wetter, die Ernährung oder auch schlicht und einfach ein schlechtes Gefühl.“ Seine bisher beste WM-Platzierung war Rang 22, „schön wäre es, das noch einmal zu toppen.“ Wie schwer das wird, beweist ein Blick auf die Teilnehmerzahl: Mehrere tausend Läufer sind in Kroatien dabei.