Falsche Ernährung kostete Hawaii. Markus Lukacs verpasste beim Ironman Klagenfurt den Sprung zum Mekka der Triathleten.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. Juli 2014 (10:19)
Markus Lukacs
NOEN, Foto: APA/Gert Eggenberger
Für den Gänserndorfer Top-Triathleten Markus Lukacs stand das erste von zwei Saisonhighlights an: Der Ironman Austria in Klagenfurt. Mit 9:20:32 Stunden und Platz 114 stellte er zwar eine neue persönliche Bestzeit auf, war aber trotzdem nicht zufrieden: „Weil ich mir alles beim Rad fahren verpatzt habe“, ärgerte sich der Polizist.

Und das kam so: Nach dem Schwimmen lag er noch im Zeitplan, blieb auf der 3,8km langen Strecke, wie erhofft, unter einer Stunde. Auch auf dem Rad (=180,2km) lief zunächst alles nach Plan, ehe der Einbruch erfolgte: Lukacs verkalkulierte sich nämlich bei der Ernährung. Was in Linz noch funktionierte (Gels in der Flasche mit Wasser gespritzt und Iso-Getränke), war hier in Kärnten die falsche Taktik. Viel zu dickflüssig und zu kohlenhydratreich war die Ernährung, deshalb hatte der Marchfelder bereits auf dem Rad mit Krämpfen zu kämpfen. „Da wusste ich schon, das wird ein interessanter Marathon“, erinnerte sich Lukacs.

In der ersten Laufrunde ging es noch halbwegs, massive Krämpfe in Runde zwei forderten dann aber ihren Tribut. Statt der anvisierten Marathonzeit von 3:05 Stunden lief er 3:20 und verpasste somit einen Platz für den Ironman in Hawaii. „Das war mein großes Ziel und ohne dem Einbruch auch möglich gewesen“, seufzte Lukacs. Die nächste Chance hat er aber beim Ironman in der Schweiz, dem zweiten Saisonhighlight.