Gänserndorfer Coach verpasst seltenen Sieg in Eggenburg

Gänserndorf gewann trotz Negativbilanz auch das zweite Spiel und ist ex aequo Erster. Pavel Franko hospitierte in Deutschland.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 03:54
Philipp Freitag
Youngster Philipp Freitag war mit acht Treffern bester Werfer der Partie.
Foto: David Aichinger

Ein einziges Remis in sieben Versuchen – Auswärtsspiele in Eggenburg waren für Gänserndorf in den letzten fünf Jahren gewissermaßen ein rotes Tuch. Am Samstag ging der Negativlauf zu Ende, der UHC gewann mit 30:24 relativ klar.

Schlüssel dafür war ein konzentrierter Start, bei dem die Bezirkshauptstädter Tor um Tor davonzogen. Das 18:11 zur Pause fand Norbert Prager, diesmal an der Seite von Spieler Michal Fazik als Co-Trainer mit an Bord, fast schon „zu hoch“, weil es zu Beginn von Hälfte zwei plötzlich ganz anders aussah. Eggenburg kam bis auf 20:22 heran, spätestens jetzt war bei Gänserndorf Nervosität spürbar. Am Ende brachten die Gäste den Sieg aber doch ins Trockene, auch weil mit Keeper Christian Kölbl und Flügel Philipp Freitag zwei Youngster aufzeigten. Letzterer hatte im Cup-Heimspiel gegen Eggenburg im September noch viel verworfen, diesmal war er mit acht Toren bester Schütze des gesamten Spiels.

Bitter war dafür das Aus von Johann Gangel. Der Routinier verletzte sich ohne Fremdeinwirkung am Knie, Prager befürchtet eine längere Pause.

Für den Trainer ging ein Traum in Erfüllung

Zu Ende ist die „Pause“ indes für Trainer Pavel Franko, der am Samstag noch fehlte, weil er für die A-Lizenz eine Woche beim deutschen Bundesligaklub HBW Balingen-Weilstetten hospitieren musste bzw. durfte: „Wir haben uns eine ganze Woche lang nur mit Handball beschäftigt, aus verschiedenen Blickwinkeln, mit super Referenten. Es war einfach geil, da ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Die Deutsche Handball-Bundesliga ist einfach die beste Liga der Welt. Das war alles sehr inspirierend.“

Mindestens genauso sehr freuten den Coach freilich die guten Nachrichten aus der Heimat, dass sein Team den Auftaktsieg auch im zweiten Spiel bestätigte und fürs Erste gemeinsam mit Post SV aus Wien die Regionalliga Ost anführt. Überraschend sei der Auswärtssieg in Eggenburg für ihn aber nicht gekommen, betont Franko, „weil ich glaube, dass wir das bessere Team sind. Aber wir sind eine sehr junge Truppe, und da gehört ein bisschen Instabilität in der Leistung dazu.“

Weiter geht’s jetzt beim dritten Team, das bisher beide Spiele gewonnen hat: Perchtoldsdorf. Gespielt wird aber erst am 23. Oktober.