Keine Chance für Gänserndorf in den Aufstiegsspielen. Die SG Langenlois/Krems war Gänserndorf in beiden Spielen mindestens eine Nummer zu groß. Die Zukunft liegt in der Landesliga.

Von David Aichinger. Erstellt am 09. Juni 2021 (02:49)
Zu selten so wie hier. Die Gänserndorfer Philipp Washüttl (l.) und Comebacker Gregor Scharmitzer (r.) erklärten den eigenen Kreis nicht allzu oft zum Sperrgebiet, meist spazierte Langenlois/Krems nach Belieben hindurch. 
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22:36 im Heimspiel am Freitag, 28:35 am Sonntag in Krems – der Aufstieg in die neue HLA 2 (Bundesliga) war für Gänserndorf in den niederösterreichischen Aufstiegsspielen in weiter, weiter Ferne. Die SG Langenlois/ Krems, die sich als einziges NÖ-Team neben Gänserndorf beworben hatte, war in beiden Spielen mehr als eine Nummer zu groß. Auch, weil der Kader von Trainer Jörg Merten mit HLA-Kräften wie Tobias Auß (21) und Lukas Nikolic (20) aufgepeppt wurde. Warum, erklärte Merten der NÖN nach dem fulminanten Sieg am Freitag: „Wir wollen unbedingt aufsteigen. Man kann fast von müssen reden, weil wir das unserer Jugend einfach schulden und für sie eine zweite Ebene in der Bundesliga aufmachen wollen.“

Gänserndorf wiederum sah schon beim Anblick des Gästekaders, dem mit Benedikt Rudischer, Mario Lippitsch und Elias Ebner auch drei HLA-U20-Spieler der Kremser angehörten, kein Land mehr, wie Obmann Hartwig Schmoldas sagt: „Das war eine HLA-U20, die die ganze Saison trainiert hat. Mit der Landesliga-Mannschaft, gegen die wir sonst spielen, hat das im Grunde wenig zu tun gehabt. Aber es ist halt, wie es ist.“

Selbst konnte Gänserndorf wieder einmal auf Gregor Scharmitzer bauen, der Abwehrchef hatte nach mehreren Operationen im Schulterbereich zweieinhalb Jahre pausiert. Routinier Johann Gangel, zu Saisonstart aus Atzgersdorf verpflichtet, debütierte. Ansonsten fand sich im Matchkader ein Mix aus Slowaken und Youngsters, Philipp Freitag etwa bekam viel Spielzeit am rechten Flügel. Den flinken Gästen war man aber in keiner Phase der beiden Spiele gewachsen, wie auch Trainer Pavel Franko gesteht: „Sie hatten es die ganze Zeit unter Kontrolle.“

Drei Slowaken künftig nicht mehr dabei

Bis Ende Juni bittet er sein Team jetzt noch zum Training, rund ein Monat später startet die Vorbereitung auf 2021/22. Die Überlegungen für die neue Spielzeit sind schon voll im Gange. Was den Kader betrifft, dürften Andrej Firit, der 14-Tore- Mann von Sonntag, und Torhüter Martin Kamien ihr letztes Spiel für Gänserndorf bestritten haben. Ebenso Vlado Buvala, der bei den Aufstiegsspielen schon nicht mehr dabei war. Das Trio soll Ende Juni offiziell verabschiedet werden.