Silber für die UHC-Legende. Der ehemalige Gänserndorfer Spieler und Manager Peter Karas (57) holte mit Österreichs 50+-Nationalteam den Vizeeuropameistertitel bei den „European Senior Masters“.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 27. Juni 2018 (02:18)
Da ist das Ding! Peter Karas mit der EM-Silbermedaille.
privat

Der europäische Handballverband veranstaltete heuer bereits zum 15. Mal die so genannten „European Senior Masters“. Nach unter anderem Malmö, Barcelona oder Porto wurden die Senioren-Europameisterschaften diesmal an Tirols Landeshauptstadt ver geben. Über 1.100 (noch) aktive Handballer nahmen an diesem Turnier in verschiedenen Altersklassen in Innsbruck teil, so auch die „Austrian Veterans“ rund um den ehemaligen UHC-Gänserndorf-Torhüter und -Manager Peter Karas in der Kategorie „Männer 50+“.

Dabei konnte Coach Karl Schörg (selbst jahrelang erfolgreicher Kapitän des österreichischen Männer-Nationalteams) auf Spieler mit nicht weniger als 588 Nationalteam-Berufungen zurückgreifen und diese auf das Feld der Innsbrucker-Olympia-Halle schicken. Neben einem Block aus ehemaligen West- Wien-Spielern (darunter Werner Möstl, Stefan Higatzberger und Thomas Felsenstein) konnte man auch auf einen solchen aus ehemaligen Krems-Akteuren setzen (Dieter Ripper, Thomas Asch auer, Wolfgang Pastner).

„Vielleicht ist in Zukunft sogar der Titel drinnen.“ Peter Karas, Ex-Spieler und Manager der Gänserndorfer.

Und eben Karas: Der gebürtige Kor neuburger wohnt seit mehr als 20 Jahren in Strasshof und ist der Organisator/Manager der 50+-Männermannschaft des ÖHB. Zudem spielt er mit seinen 57 (!) Jahren noch im Tor in der 2.-Landesliga-Mannschaft von Korneuburg bzw. eben in der ÖHB-Seniorenauswahl 50+.

Nach diversen Erfolgen in der Vor- sowie Hauptrunde – unter anderem gegen die Vertreter aus Polen, Italien sowie Ungarn und Portugal – konnte sich die Mannschaft um Kapitän Karas für das Semifinale qualifizieren. In einem weitestgehend ausgeglichenen Match gegen Estland hatte man mit 11:9 das bessere Ende für sich, im Endspiel am Sonntag musste man sich aber schließlich gegen die Ukraine (mit einigen Olympiasiegern sowie Welt- und Europameistern) mit 7:12 geschlagen geben.

Karas Bilanz über den Vize Europameister-Titel fiel dennoch positiv aus: „Dieser – im Vergleich zum Vorjahr (Anm.: Platz neun in Portugal) – Riesenerfolg steht für die positive Weiterent wicklung im Team und lässt für die Folgejahre Potenzial nach oben offen. Vielleicht ist in Zukunft sogar der Titel drinnen.“