Erstellt am 11. Januar 2017, 03:43

von David Aichinger

UHC Gänserndorf steht mit Rücken zur Wand. Gänserndorf muss am Samstag in Korneuburg fast schon gewinnen, um im Rennen ums obere Play-off der Landesliga zu bleiben.

Hat noch nicht aufgegeben. Gänserndorf-Obmann Hartwig Schmoldas.  |  Aichinger

Das Handball-Jahr 2017 startet am Samstag in Korneuburg. Der UHC Gänserndorf steht da schon mit dem Rücken zur Wand, was den Kampf um die Top 4 in der Landesliga betrifft. Rein rechnerisch sind die Chancen zwar auch bei einer Niederlage noch nicht dahin, gefühlt braucht Gänserndorf in Korneuburg aber einen Sieg, um weiter vom oberen Play-off träumen zu können. Traum, oberes Play-off und Landesliga in einem Atemzug? Im September undenkbar, galten die Top 4 zu Saisonbeginn doch als Pflichtübung. Die Realität nach Silvester sieht aber anders aus.

Gänserndorf ist für den Moment Sechster, hat von allen möglichen Kandidaten auf die Plätze drei und vier auch noch die schwerste Auslosung. Und dazu noch die Doppelbelastung mit der Regionalliga, die am 22. Jänner in Kärnten weitergeht.

Die stellt ja den eigentlichen Traum dieser Saison dar. Den vom direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Bevor man diese kleine Restchance in Angriff nimmt, geht es aber wie erwähnt nach Korneuburg. Obmann Hartwig Schmoldas hat noch nicht zur weißen Fahne gegriffen, ist aber realistisch: „Es ist eigentlich nicht unser Plan gewesen, dort und in Tulln gewinnen zu müssen. Wir hätten die zwei Spiele vor Weihnachten gewinnen müssen. Aber es sind ja schon Wunder passiert.“

Thüringer und Gaida verstärken den Kader

Wo ein solches herkommen soll, fällt Schmoldas auch ein: „Grundsätzlich könnte ich mir schon vorstellen, dass die Burschen Handball spielen können und das auch einmal aufs Parkett bringen. Es wäre schön, wenn das gleich im ersten Spiel des Jahres passiert.“

Gebremst wird diese Hoffnung von der Ballsaison (Gänserndorf kann wegen des Gymnasium-Balls nur bis Mittwoch zum Training in die Stadthalle) und von der Trainingsbeteiligung, die seit dem Start am 2. Jänner wieder einmal durchwachsen ist. Vor allem die Kärntner weilen noch in der Heimat, zwei davon meldeten sich auch zum Start der zweiten Woche krankheitsbedingt ab. Legionär Tomas Földes ist immer noch verletzt.

Bleiben also der bekannte Stamm der Gänserndorfer Spieler und die Legionäre. Wobei die Einheimischen Zuwachs bekamen: Jonas Thüringer und Maximilian Gaida sind wie erhofft wieder im Training, sie weilten zuletzt für ihr Studium im Ausland. „Sie sind brav da. Der Trainer hat schon nervös gefragt, ob wir eh die Pässe für sie haben“, erzählt Schmoldas. Der UHC hat sie, und so zwei neue Optionen für den Kreis.