Orther lösen Ticket für Champions League

Mit Platz zwei beim Kegel-Europapokal in Slowenien feierten die Superligaherren aus dem Marchfeld einen historischen Erfolg.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 02:46
Orther Kegler
So jubeln die Orther Kegler über Platz zwei beim Europapokal in Kranj: Obmann Josef Rathmayer mit Patrick Fritz, Jan Mecerod, Matthias Zatschkowitsch, Lukas Temistokle, Martin Rathmayer, Michal Kratochvil und Ersatzmann Zoran Nikolic.
Foto: privat

Der Erfolgslauf der Superligaherren des KSK Union Orth/ Donau nimmt einfach kein Ende. Mit dem zweiten Platz beim Europapokal im slowenischen Kranj haben die Marchfelder ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben. „Unser mit Abstand größter Erfolg“, strahlte auch Spieler Martin Rathmayer. Als Draufgabe lösten die Orther damit auch das Ticket für die Champions League, deren erste Runde Ende November bzw. Anfang Dezember gespielt wird.

Aber alles der Reihe nach: Bei diesem Europapokal trafen die Vizestaatsmeister aller Mitgliedsländer aufeinander. An den ersten beiden Tagen spielten die Teams um die Qualifikation für das Halbfinale. Dabei spielte jede Mannschaft mit sechs Spielern aufgeteilt auf beide Tage nach Startplan. Die Top-Vier erreichten dann das Halbfinale. In der Qualifikation,auf einer sehr anspruchsvollen Bahn in Kranj konnte sich Orth bereits nach dem ersten Tag mit Leistungen von 581 Kegeln (von Martin Rathmayer), 574 (Michal Kratochvil) und 605 (Jan Mecerod) gleich unter den besten Vier platzieren.

Lukas Temistokle (597) und Patrick Fritz (605) legten zu Beginn des zweiten Tages den Grundstein für eine ausgezeichnete Ausgangsposition für Aushängeschild Matthias Zatschkowitsch. Dieser agiert weiterhin in bestechender Form und lieferte mit 660 Kegeln das zweitbeste Ergebnis in der Qualifikation ab. Mit 3.622 Kegeln qualifizierten sich die KSK-Herren als Zweiter für das Halbfinale und trafen dort auf den slowenischen Vertreter Kamnik.

Aufholjagd endete mit einem Paukenschlag

Im Halbfinale lag man nach dem ersten Durchgang bereits mit 0:2 zurück, ehe Mecerod mit 619 Kegeln die Trendwende einleitete. Rathmayer mit 614 und Zatschkowitsch mit erneut überragenden 661 sorgten dann noch für den 6:2-Erfolg. Der erste Einzug in ein internationales Pokalfinale stand damit schon fest.

Gegen die favorisierten Kroaten aus Zapresic im Endspiel galt Orth als Außenseiter, traute sich aber eine Überraschung zu. Diese gelang fast, denn obwohl der Favorit gut spielte, hielt der KSK stark dagegen. Vor dem Schlusspaar trennten beide Mannschaften 119 Kegel – ein Rückstand, denn selbst ein famoser Zatschkowitsch nicht mehr aufholen konnte. „Dennoch waren wir nur kurz enttäuscht, die Freude über diesen Erfolg überwog schnell“, fasste Rathmayer die Stimmungslage zusammen.

In der Champions League wartet jetzt die serbische Mannschaft Belgrad, laut Rathmayer „haben wir gute Chancen, auch hier aufzusteigen“.