Mühl im Kreis der Besten. Golf / Deutsch-Wagramer Golfproette Nina Mühl über erste Eindrücke auf der Ladies European Tour.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 11. Juni 2014 (09:20)
NOEN, www.ninamuehl.at
Nina Muehl

Nina Mühl, Österreichs einziger weiblicher Golfprofi, ist wieder einmal im Lande und wird sich am Wochenende mit den besten heimischen Spielern bei den offenen Staatsmeisterschaften im oberösterreichischen Golfclub Mondsee messen.

Grund genug bei der Deutsch-Wagramerin nachzufragen, welche Bilanz Sie nach den ersten Monaten ihrer Premierensaison auf der Ladies European Tour zieht. „Dass ich in eine andere Welt abgetaucht bin“, schwärmt die 27-Jährige. „Egal ob Organisation, Plätze oder Fans, man merkt einfach, dass wir von Europas wichtigster Profiserie sprechen.“ Bislang standen die Turniere in Marokko (Agadir), Türkei (Belek) und den Niederlanden (Amsterdam) auf dem Programm, wo Mühl jedes Mal knapp am Cut scheiterte. In Agadir und Amsterdam nur jeweils um drei Schläge. „Es fehlt nicht viel, aber zu viel noch, um endlich anzuschreiben.“ Und das ist vorrangiges Ziel der Marchfelderin, um ihre Tourkarte auch für 2015 zu verteidigen. Denn dafür muss sie unter die Top-80 der Preisgeldliste, und nur bei all jenen Golfern, die den Cut schaffen, klingelt die Geldbörse. „Deshalb muss ich schauen, dass ich die Cuts bald schaffe, sonst stehe ich im Sommer unter Druck.“

Zu viele Fehler – Erfolg nur über die Konstanz 

Größtes Problem für Mühl ihre Fehleranfälligkeit: „Ich mache zu viele kleine Fehler, die sich summieren. Im Profigolf gibt es ja die einfache Regel: Wer die wenigsten Fehler macht, der gewinnt.“ So nutzte die Wagramerin die letzten Wochen für intensive Trainingseinheiten, um mehr Konstanz in ihr Spiel zu bringen. Denn nicht nur wegen der Erfahrungen auf dem Platz will Mühl im Kreis der besten Golfer bleiben. „Mein schönstes Erlebnis war gleich zu Beginn in Marokko, als uns der dortige Prinz zum Galadinner eingeladen hat. Wir haben uns gefühlt wie in einem Märchen von 1001 Nacht. Wer kommt da nicht ins Schwärmen (lacht)?“