Andreas Onea: „Bronze glänzt wie Gold“. Schwimmer Andreas Onea (24) aus Deutsch-Wagram holte die Bronzemedaille über 100 Meter Brust bei den Paralympischen Sommerspielen 2016 in Rio.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 21. September 2016 (03:25)
ÖPC/Franz Baldauf
Strahlendes Medaillenlächeln. Deutsch-Wa-grams  Schwimm-Ass Andreas Onea mit seiner Bronzemedaille in Rio.

Am Mittwoch, knapp nach 22.30 Uhr österreichischer Zeit, war es soweit: Schwimmer An-dreas Onea aus Deutsch-Wagram holte sich endlich das lang ersehnte olympische Edelmetall bei den XV. Paralympischen Sommerspielen 2016 in Rio.

Nach Platz sechs in Peking und Platz vier in London musste sich der 24-jährige Marchfelder über 100 Meter Brust in starken 1:44,44 Minuten nur dem Spanier Oscar Saluero Galisteo und dem Italiener Federico Mor lacchi geschlagen geben. „Ich bin so unglaublich glücklich“, strahlte er nach seinem sensationellen Rennen, in dem er lange auf Platz fünf gelegen war.

„In London war ich drei Zehntel hinter Bronze, jetzt habe ich Bronze um drei Zehntel gewonnen – ich kann meine Gefühle kaum beschreiben! Diese Bronzene glänzt für mich wie Gold.“

"Mit den Spielen bin ich zufrieden“

Die Stunden und Tage nach dem Medaillengewinn waren für Onea anstrengend, aber, wie er im NÖN-Gespräch, bestätigt, positiver Natur: „Das Telefon hat nicht mehr aufgehört zu klingeln, auf Facebook ist meine Mailbox übergegangen – unglaublich schön zu sehen, wie viele Menschen mit einem mitfiebern, die Daumen drücken und sich dann mit einem freuen.“

Den Schwung des dritten Platzes nahm er dann auch noch über 50 Meter Freistil mit: Mit 29,49 Sekunden verfehlte er über 100 Meter Brust zwar das Finale und wurde insgesamt 15., doch er verbesserte die alte öster reichische Bestmarke um 0,27 Sekunden (bisher 29,76). In seinem letzten Rennen von Rio wurde er schließlich über 200 Meter Lagen in 2:35,34 Fünfter in seinem Vorlauf und verpasste den Einzug ins Finale nur um einen Platz.

Der neunte Platz ist jedoch ein weiterer Erfolg für den Bronzemedaillen gewinner: „Mit den Spielen bin ich zufrieden“, sagte Onea, der in Rio auch zwei österreichische Rekorde gebrochen hat, „mit diesem Rennen aber nicht so sehr. Hätte ich meine Bestzeit eingestellt, wär ich locker ins Finale gekommen. Aber nach vier Bewerben war die Luft leider draußen, obwohl ich mein Bestes gegeben habe.“

Wie lautet insgesamt sein Fazit in Rio? „Es war absolut genial! Paralympics sind das Größte, und die Organisatoren haben das echt gut hinbekommen. Das Publikum war beim Schwimmen absolut genial und es ist ein Traum, im Aquatics Stadium vor so einer Kulisse am Start zu sein. Was soll ich sagen, auch beim dritten Mal kriege ich nicht genug davon (lacht).“