Für Onea und Ernhofer: Der Weg nach Paris wird zum Rechenweg

Erstellt am 18. März 2023 | 00:00
Lesezeit: 2 Min
Andreas Ernhofer Paraschwimmen
Foto: privat
Die beiden Schwimm-Asse Andreas Ernhofer und Andreas Onea wollen zu den Paralympics 2024. Das wird nicht leicht – im Gegenteil.
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Nicht nur der Weg zu den Olympischen Spielen, sondern auch zu Paralympics ist aufgrund von Quotenplätzen und strengen Kriterien oft auch ein Rechenweg. Was den beiden Deutsch-Wagramer Schwimm-Assen Andreas Ernhofer und Andreas Onea in Hinblick auf Paris 2024 aber droht, ist schon fast höhere Mathematik.

Dabei hatte Ernhofer ausgerechnet an seinem 26. Geburtstag Grund zur Freude: Beim Weltcup im italienischen Lignano schwamm der Weinviertler, mit einer Zeit von 2:48,85 Minuten im 150-Meter- Lagenbewerb, eine Sekunde unter der geforderten Qualifikationszeit und hat somit das Ticket für die Paralympics in der Tasche – zumindest theoretisch. Denn droht Ernhofer und Onea noch Ungemach seitens des Internationalen Paralympischen Komitees.

Da bei den Paralympics neue Sportarten ins Programm aufgenommen werden, die Veranstaltung selbst aber nicht größer werden soll, werden bei den bisherigen Bewerben Klassen gestrichen oder zusammengekürzt. Das bringt weniger Startplätze und strengere Qualifikationsrichtlinien mit sich, wo simple Limits am Ende vielleicht nicht reichen. Fix dabei sind nur die Gold- und Silbermedaillengewinner bei der kommenden WM im Sommer im englischen Manchester sowie die Top-Acht der Weltrangliste. Ansonsten kommen komplizierte Rechenmodelle zur Anwendung. Stand jetzt wäre Ernhofer als Dritter der Weltrangliste dabei, aber da kann noch vieles passieren ...

Werdender Papa wartet noch mit Weltcup-Debüt

Bei Onea gibt es heuer noch keine Wettkämpfe und Zeiten, da seine Frau hochschwanger ist und jeden Moment das Kind erwartet. Der 30-Jährige wird deshalb erst im Mai bei den Weltcups in Berlin und Paris starten. Sorgen macht er sich aber keine: „Wenn ich meine Leistung abrufe, dann knacke ich die Limits. Aber Limits sind diesmal ja vielleicht zu wenig. Schauen wir mal.“