Bezirk Gänserndorf

Erstellt am 11. Februar 2019, 18:18

von David Aichinger

Tag 2 - Von Bobby Cars und Stimmungsschwankungen. Aufgrund einer Schwächeperiode zum Ende des Sonntags lief Rainer Predl in den zweiten 24 Stunden "nur" 105 Kilometer. Am Montag war er dafür deutlich besser drauf und guter Dinge - auch weil sich sein Team eine spaßige Aktion einfallen hatte lassen.

1.793 Laufband-Kilometer in 14 Tagen – genau das will der Lasseer Rainer Predl von 9. bis 23. Februar im Gänserndorfer Fitnessstudio MegaFit schaffen. Die NÖN begleitet den Weltrekordversuch mit einer Serie. Lesen Sie täglich auf nön.at, wie es dem Extremsportler geht, bei welcher Kilometermarke er sich befindet und weitere witzige Hintergrundgeschichten über die außergewöhnliche Aktion und den ebenso außergewöhnlichen Athleten.

Sein Körper wolle noch nicht so ganz in den Rhythmus kommen, hatte Rainer Predl schon nach den ersten 24 Stunden und 130 Kilometern am Sonntagnachmittag verkündet. Ein Eindruck, der sich in den Abendstunden nur noch verschärfen sollte. Der Extremsportler nannte es "Energielosigkeit", hatte sichtlich zu kämpfen, ging der Schlafenszeit entgegen, die er gemeinsam mit seinem Team kurzerhand auf Mitternacht vorverlegte. Eine Entscheidung, die scheinbar griff, denn am nächsten Morgen ging es Predl bedeutend besser.

Dass es bis zur 48-Stunden-Marke am Montagnachmittag "nur" 105 Kilometer, insgesamt also 235 wurden, nahm der 29-Jährige locker: "Wir machen Kilometer, das ist das Wichtigste. Laufen, gehen, laufen, gehen - aber vor allem schauen, dass auch gelaufen wird. Schön langsam komme ich in das hinein, was ich schon von den sieben Tagen am Laufband kenne."

Bobby-Car-Rennen am hinteren Parkplatz

Die nötige Unterhaltung war dem Weltrekordanwärter am Montag auch sicher, hatte sich sein Team doch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Markus Riederer bat - als Superman verkleidet - am Parkplatz hinter dem Fitnesscenter zum Bobby-Car-Rennen, am Nachmittag in Form eines Zeitfahrens. Lange Zeit schien dabei Predls Freundin und engste Betreuerin Linda Moritz im Milka-Kuh-Kostüm den Sieg nach Deutschland zu holen, sie verwies Riederer und alle anderen Österreicher auf die Plätze. So musste am Ende der Schreiber dieser Zeilen einspringen, um die Siegerzeit doch noch zu drücken und den Pokal - eine Tafel "Katzenzungen" - in Österreich zu behalten.

"Das ist das Wichtigste", grinste Organisator Riederer, der nach einer verlorenen Wette einst mit einem Bobby-Car durch den Drive-In eines Burgerlokals fahren hatte müssen, und so auf diese Idee kam: "Es geht ja auch darum, dass der Rainer den Rekord nach Österreich holt, und somit brauchen wir den Bobby-Car-Titel auch in Österreich." Natürlich, so Riederer, sei es auch eine Abwechslung für Predl und für einen guten Zweck: "Zwei Euro tun keinem weh, damit fährt man eine Runde." Predl, wie gewohnt am Laufband, fand Gefallen an der Aktion: "Ablenkung ist auf alle Fälle wichtig, da vergeht die Zeit schneller. Es sind ja doch 14 Tage. Wenn da ein bissl was passiert, ist das schon cool."

Für Kurzentschlossene findet heute zwischen 19 und 20 Uhr übrigens noch ein "Nightrace" statt. Predl, Riederer & Co freuen sich über Teilnehmer und Spenden.