Schattenkampf in Spanien. Die Auersthalerin Verena Kappel (30) wird Österreich im April mit elf Kollegen bei der EM vertreten. Die WM 2015 in Brüssel hatte sie noch wegen ihrer Babypause verpasst.

Von David Aichinger. Erstellt am 21. März 2018 (02:00)
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Körperlich und mental erfüllend. Die Auersthalerin Verena Kappel schätzt Qwan Ki Do – übersetzt „Der Weg derLebensenergie“ – in all seinenFacetten.

Mit sechs Trainingseinheiten pro Woche bereitet sich Verena Kappel aus Auersthal auf ihr sportliches Highlight des Jahres vor: die Europameisterschaft im Qwan Ki Do Mitte April in Spanien. Die 30-Jährige steht im zwölfköpfigen Nationalteam Österreichs, zu dem mit Sabine und Florian Huber aus Ulrichs-kirchen zwei weitere Weinviert-ler zählen.

Während die Geschwister schon bei der WM 2015 in Brüssel (Belgien) am Start waren, ist es für Kappel der erste interna-tionale Bewerb. Dabei hatte auch sie sich intensiv auf Brüssel vorbereitet, dann war aber alles anders gekommen. „Ich bin drei Monate davor schwanger geworden“, erzählt die Kämpferin, die deshalb nur als Begleitperson mit auf die Reise ging: „Die Nicht-Teilnahme hat mir nach so einer intensiven Vorbereitung schon wehgetan, aber das Wohl eines Babys geht natürlich vor. Ich bin froh, eine gesunde Tochter zur Welt gebracht zu haben.“ Weil sie trotzdem mitgeflogen war, hatte sie aber „zumindest die Möglichkeit, das Team von außen zu unterstützen und mal zu sehen, wie so eine Competition ausschaut. Das ist schon gut zu wissen.“

"Ich trainiere hart, aber mit Freude"

In Spanien wird Kappel wie Sabine Huber in der Disziplin Schattenkampf antreten. Dabei zeigt jede Teilnehmerin alleine eine Art Choreografie, die mit Punkten bewertet wird. Je nach persönlichem Leistungsstand (symbolisiert durch Gürtelfarben und teils dort angebrachte Streifen) gibt es Vorgaben, was man zeigen darf oder soll.

Die 30-Jährige, die den Sport seit sechs Jahren betreibt, zeigt sich „froh und stolz, bei der EM antreten zu dürfen. Persönliches Engagement bringt man nur für sich selbst, aber es ist eine große Anerkennung, dass mich das intensive Training aktuell ins Nationalteam gebracht hat. Ich trainiere hart, aber mit Freude.“

Die Konkurrenz bei der EM sei groß, „doch der größte Gegner ist man immer selbst. Ich werde mein Bestes geben, mich fokussieren und eine gute Darbietung abliefern.“