Fünf Medaillen geholt. Michael Lechner (41) aus Silberwald etablierte sich als einer der besten Großkaliberschützen des Landes.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 13. September 2017 (02:20)
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Fünfmal Edelmetall: Michael Lechner aus Silberwald.

Treffsicher – so präsentierte sich der Silberwalder Sportschütze Michael Lechner bei den Weltmeisterschaften im Sportschießen, ge nauer gesagt der WM im PPC1500 Großkaliber-Schießen (Erklärung siehe Infobox) im deutschen Alsfeld.

Dreimal Silber und zweimal Bronze in der Klassifikation Marksman im Feld der knapp 300 Schützen aus aller Welt – so lautet die starke Bilanz des 41-jährigen Schlossermeisters. „Das freut mich ungemein, bin ich doch erst seit knapp zweieinhalb Jahren dabei“, strahlte er im Gespräch mit der NÖN. Das Großkaliberschießen ist im Gegensatz zum bekannteren und olympischen Kleinkaliber laut Lechner „noch jungfräulich in Österreich“. Es stammt ursprünglich aus den USA, wurde dort für die Polizei entwickelt und erobert jetzt nach und nach auch Europa.

"Wir haben da keinen Hintergedanken oder sind Jäger"

Was braucht es, um erfolgreich zu sein? „Drei Dinge: langes Üben, ein gutes Material und natürlich Ge nehmigungen für die Waffen“, erklärt der Sportler aus Silberwald. Benötigt man doch ca. ein halbes Dutzend Waffen, um in den diversen Klassen bzw. Bewerben starten zu können. Doch bevor jemand mit dem Kopf schüttelt und von Waffennarren spricht, stellt Lechner eines klar: „Wir haben da keinen Hintergedanken oder sind Jäger. Das ist reiner Sport, alle Schützen sind sehr vernunftbegabt und wissen um die Verantwortung. Da sind auch sehr viele Polizisten dabei.“

Nach den Erfolgen bei der WM steigt er nun in die nächst höhere Klasse in seiner Dis ziplin auf und hat für 2018 schon ein großes Ziel vor Augen: die Europameisterschaften in Schweden. Förderungen oder dergleichen bekommen die Großkaliberschützen in Österreich aber nicht, weshalb es sich um ein äußerst kostspieliges Hobby handelt. „So lange es Spaß macht und ich erfolgreich bin, stellte ich da aber keine Kosten-Nutzen-Relation auf.“