Gänserndorf , Bezirk Gänserndorf

Erstellt am 09. Februar 2019, 17:32

von David Aichinger und Peter Sonnenberg

Weltrekordversuch von Rainer Predl: Endlich geht es los. Der Weltrekordversuch von Rainer Predl - 1.793 Laufband-Kilometer in 14 Tagen - hat am Samstag-Nachmittag in Gänserndorf begonnen.

1.793 Laufband-Kilometer in 14 Tagen – genau das will der Lasseer Rainer Predl von 9. bis 23. Februar im Gänserndorfer Fitnessstudio MegaFit schaffen. Die NÖN begleitet den Weltrekordversuch mit einer Serie. Lesen Sie täglich auf nön.at, wie es dem Extremsportler geht, bei welcher Kilometermarke er sich befindet und weitere witzige Hintergrundgeschichten über die außergewöhnliche Aktion und den ebenso außergewöhnlichen Athleten.

Das Abenteuer ist gestartet! Pünktlich um 15 Uhr stieg Rainer Predl am Samstag auf das Laufband und damit quasi in sein Wohnzimmer für die nächsten zwei Wochen. Bis zu 22 Stunden pro Tag will er auf dem Gerät verbringen, lediglich zwischen zwei und vier Uhr nachts ist fixe Schlafzeit.

Ob er davor noch ordentlich Schlaf getankt hat? Wie sah es mit der Nahrung aus? Und ist der erfahrene Extremsportler vor solch einem Abenteuer eigentlich nervös? Die NÖN hat nachgefragt.

„Ich freu mich schon darauf“, grinste Predl weniger als 24 Stunden vor dem Startschuss. Nervosität hatte er schon zu Beginn der letzten Vorbereitungswoche größtenteils von sich gewiesen: „Ein bisschen nervös bin ich schon, aber nicht so extrem. Ich hab durch die Organisation eh so viel zu tun, da komm ich gar nicht zum nervös sein.“

Am letzten Tag davor, sprich dem Freitag, seien ihm zwei Dinge besonders wichtig gewesen: „Erstens nicht noch im letzten Moment irgendwo etwas einfangen. Ich war grad beim Spar, da haben alle gehustet, da musste ich schnell einkaufen (lacht).“ Und zweitens „noch einmal schön ausschlafen und ein noch schöneres Steak zu mir nehmen.“ Das Fleisch sei nämlich einerseits eine perfekte Eiweiß- und Proteinquelle, und andererseits ein Genuss, der in den nächsten 14 Tagen eher nicht auf ihn wartet.

"Gar nicht so prädestiniert" fürs Laufband

 

Das meiste Training absolvierte Predl übrigens nicht am Laufband, sondern im Freien. „Vielleicht waren es einmal 50 oder 60 Kilometer am Laufband, aber ich möchte mich da nicht verschleißen.“

Auf 60 Kilometern nicht verschleißen? Mit der Zusatzinfo, er sei „eigentlich nicht prädestiniert für das Laufband-laufen“ in seinem normalen Training? Okay, verstanden, ein Extremsportler misst eben auf einer anderen Skala.

Dass er die 1.793 am Ende tatsächlich schafft, wünschen dem Lasseer jedenfalls zahlreiche Kollegen, Fans und sonstige Interessierte, der 29-Jährige berichtet von riesiger Unterstützung in den vergangenen Tagen: „Mir haben so viele Leute Glück gewünscht, die will ich einfach nicht enttäuschen.“

Auch zum Startschuss fanden sich neben Predls Team gut ein Dutzend Personen im Megafit ein, um die ersten Meter zu beobachten – unter ihnen auch Bürgermeister René Lobner.